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ſelbſt, indem er ihm die Hand unier der Weſte auf's Herz legte.
So war es— der Muth, der jedem Angriff des
Mißgeſchicks widerſtand— jedem Unglück, das aus Ar⸗
muth und Noth entſpringen kann, war endlich dahin⸗ geſchwunden;— das ſtarke Herz war gebrochen— der alte O'Donoghue war todt.
Wir bitten unſere Leſer, uns noch einmal in das Thal nach dem Schauplatz unſerer Geſchichte zu beglei⸗
ten. Es war ein milder ruhiger Auguſtmonat, wie der,
womit unſere Geſchichte ſich eröffnete, im Jahr 1815, als zwei Reiſende, den Poſtillion mit dem Wagen zurück⸗ laſſend, um ſeine Pferde zu füttern, allein und zu Fuß über eine halbe Stunde weit in dem ruhigen Thale vorausgingen; in der Luft herrſchte jene Grabesſtille, die dem Herbſt ſo eigenthümlich iſt; über Berg und See aber war der gleiche reiche Schmelz ergoſſen. Während die Reiſenden langſam dahingingen, hielten ſie von Zeit zu Zeit inne, um die Scene zu betrachten; und wenn auch ihre Blicke ſich begegneten und einander zu antworten ſchienen, ſo ſprachen doch beide kein Wort: ihrem Ausſehen nach hätte man ſie für Fremde halten können. Der Mann, von Sonne und Wetter gebräunt, beſaß Züge, die trotz aller Strenge dennoch auffallend ſchön waren: er trug einen kurzen dicken Schnurrbart, aber der an die Bruſt befeſtigte armloſe Aermel ſeines Rockes ſprach noch unwiderleglicher als ſeine Haltung dafür, daß er ein Soldat war. Seine Gefährtin war eine Lady in voller Blüthe der Schönheit, aber ihr Ge⸗ wand verrieth auffallender als das ſeinige die Fremde; in dem ſchnellen Blicke, den ſie von der kühnen Land⸗ ſchaft rings umher auf das Geſicht des Mannes warf, an deſſen Seite ſie ging, konnte man entweder eine un⸗ mittelbare Berufung auf das Gedächtniß leſen, oder den Ausdruck der Verwunderung über die Stelle. Zu ſehr


