Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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gerüſtet. Das Thier, das er ritt, war ein kräftiges Vollblut, vortrefflich dreſſirt und zugeritten.

Ohne den geringſten Lärm ſtieg Mark ab, ſchnallte den Sattel los und befeſtigte ihn weiter hinten. Darauf unterſuchte er ſorgfältig den Zügel, um zu ſehen, ob alles in Ordnung ſey, und erweiterte die Kinnkette, um dem Kopf des Pferdes freien Spielraum zu geben. So⸗ fort drückte er die Kappe feſt über die Stirne und ſprang wieder in den Sattel.

Die glänzenden Flammen befähigten ihn, die Truppe vor ſich zu betrachten, und während er ſelbſt aller Be⸗ obachtung entging, ſeine Plane in aller Gemächlichkeit zu entwerfen. Er näherte ſich daher in langſamem Schritte und lenkte ſein Pferd auf den tiefen Grund, wo ſeine Hufe keinen Lärm machten. Er zählte ſieben Geſtalten um das Feuer herum, ſowie zwei Schildwa⸗ chen, und vermuthete ſogleich, die ganze Mannſchaft ſey nicht beiſammen. Dennoch blieb ihm keine andere Wahl. Der Weg über das Gebirge hätte ihn wenigſtens einen Tag lang aufgehalten, und ein Tag war jetzt ſo viel werth, als ein Leben. Er ſchlich ſachte vorwärts, kam dem Vorpoſten bis auf einige Schritte nahe und konnte ihre Stimmen, als ſie mit einander ſprachen, deutlich vernehmen. Er hielt ein Paar Sekunden inne und blickte zurück in das Thal hinab. Es war dies eine unwillkührliche Handlung, denn ſelbſt, wenn nicht alles finſter um ihn her geweſen wäre, ſo war doch ſeine Hei⸗ mat, der er ein letztes Lebewohl zu ſagen wünſchte, ver⸗ ſchwunden.

In dieſem Augenblick erſcholl ein Kanonenſchuß; Mark nahm es für ein Signal, zog die Zügel ſtraff an, gab darauf ſeinem Pferd die Sporen, ließ es toll vor⸗ wärts ſpringen und ſchoß in einem Satze durch den Raum zwiſchen den zwei Schildwachen hindurch, von denen jede anlegte, aber ſich nicht zu feuern getraute, aus Furcht, ihren Kameraden zu treffen.

„Heran— folgt mir!“ rief Mark, mit der Hand