Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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hätte liefern ſollen, iſt ein Angeber; dasſelbe ſind die Hälfte von den Uebrigen. Nur ein kühner Streich kann noch retten— erſt wenn um jeden Hals die Schlinge ſchwebt, erſt dann wird der Muth kommen, allen Schwie⸗ rigkeiten zu trotzen— ſo meint Tone, und er iſt ein großherziger Menſch und bereit für jede Gefahr.“

Ein lautes Klopfen an der Thüre des Thurmes un⸗ kerbrach jetzt die Unterhaltung und Kerry O'Leary rief aut—

„Oeffnen Sie die Thüre, Mr. Mark, ſchnell, die Soldaten kommen.“

Mark rückte eilig den ſchweren Tiſch von der Thüre weg und öffnete ſie. Kerry mit zerriſſenen Kleidern, an Geſicht und Händen blutend, ſtand vor ihm, Schrecken in jedem ſeiner Züge.„Sie nahmen mich an dem Thore dort gefangen, aber es gelang mir zu entſchlüpfen und das Gebirge zu erreichen; aber in der letzten Stunde haben ſie mich tüchtig gehetzt——“

„Aber die Soldaten— wo ſind ſie?“

„Ungefähr eine halbe Stunde unterhalb Marys Haus im Thale ſtehen zwei Truppen Reiter, die nur auf Hamsworths Befehle warten um vorzurücken.“

„Weiter,“ ſagte Mark mit ſtrengem Lächeln;„dann werden ſie ſich wahrſcheinlich ſo bald nicht regen.“

„Das weiß ich nicht,“ ſagte Kerry;„denn ich ſah Hamsworth die Straße hinaufreiten, während er ſich von zwei Männern auf dem Pferde halten ließ; er ſchien einen ſchweren Fall gethan zu haben, denn das Blut rann ihm über das Geſicht und ſeine Wangen waren blaß⸗ wie die einer Leiche.“

„Du haſt Hamsworth geſehen, und er lebte noch?“

„Allerdings, darüber herrſcht gar kein Zweifel; nie lebte ein Mann in dieſen Gegenden, der ſo fluchen konnte wie er, und ich hörte ihn, wie er unterwegs ſich verſchwor, was er hier thun wolle.“

„Oh fliehen Sie, Mark; verlieren Sie keine Se⸗ kunde, ums Himmelswillen——“