Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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„Ich habe mehr gethan, Mylady— ich habe eine Abſchrift davon dem Staatsſecretär üherſchickt, von dem ich einen Verhaftsbefehl beſitze; die jungen Beamten von dem Miniſterium des Innern werden mir ohne Zweifel danken für das Vergnügen, das ich ihnen bereitet habe. Die Kupplertalente Sir Archys und die Zauberkünſte ſeiner Nichte ſind jedoch für diesmal ohne Erfolg geblie⸗ ben. Der Gardeoffizier ſcheint ſeine kurze Leidenſchaft uͤberwunden zu haben.“

„Zurück, Sir, laſſen Sie mich hinaus.“

„Nur noch einen Augenblick mein Fräulein; wenn ich von Ihrer Familie einige Kränkungen erlitten, ſo habe ich doch wenigſtens Eine Schuld der Dankbarkeit anzuerkennen— ohne das von Ihrer eigenen Hand ge⸗ ſchriebene Billet wäre es mir kaum gelungen einen Re⸗ bellen zu fangen, deſſen Verrätherei nicht lange auf die gebührende Strafe zu warten haben wird— ohne Ih⸗ ren trefflichen Beiſtand hätte Ihr Vetter entrinnen kön⸗ nen; fürwahr, es mag ſich der Mühe verlohnen, Ihnen mitzutheiten, daß Sir Archibald die beſten Hoffnungen hatte ſeine Begnadigung auszuwirken, ein Umſtand, wor⸗ über ſich ohne Zweifel die überlebenden Familienglieder freuen können.“

„Mein Vetter Mark ergriffen!“ rief Kate, indem ſie in einem Anfall von Verzweiflung die Hände an beide Seiten ihres Kopfes drückte. d

„Ergriffen und unter militäriſcher Bedeckung auf dem Wege nach Dublin; am Mittwoch wird er vor ein Kriegsgericht geſtellt werden; ich boffe und vertraue auf den Donnerſtag— aber vielleicht wäre es grauſam,

Ihnen zu erzählen, was am Donnerſtag vorgeht.“

Kate ſchwindelte und ſuchte ſich an einem Stuhl zu halten; aber die Mattigkeit des Todes ſchlich über ſie, und mit einem ſchwachen, leiſen Seufzer ſank ſie leblos zu Boden; im gleichen Augenblick flog mit heftiger Ge⸗ walt die Thüre auf und Hamsworth wich ins Zimmer zurück. Es war Mark, von Koth beſpritzt und von Naͤſſe