Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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könnten den Ihrigen folgen, mein Fräulein; aber ich habe mich einem undankbaren Geſchäfte unterzogen. Wollte der Himmel, ich wüßte, wie ich mich deſſelben ſchicklich entledigen könnte. Um aufrichtig zu ſeyn, Miß O'Donoghue, das Geſetz über Hochverrath, kraft deſſen das Gut Ihres Oheims der Konfiskation verfallen iſt, wird, wenn nicht ſchleunige Maßregeln ergriffen werden, auch Sie Ihres Vermögens berauben; um dies zu ver⸗ hüten“—

„Halten Sie ein, Sir, ich kann Ihnen jede Sorge in Betreff meiner erſparen. Ich habe kein Vermögen und keinen Anſpruch auf das Gut meines Oheims.“

„Verzeihen Sie mir, junge Lady. aber meine Stel⸗ lung hat mich mit Ihren Familienangelegenheiten be⸗ kannt gemacht; Ihre Anſprüche erſtrecken ſich auf ein ſehr beträchtliches und ſehr werthvolles Eigenthum.“

„Ich muß Sie noch einmal unterbrechen, Sir, ich habe nichts.“ 3

„Wenn ich es wagen dürfte, Ihnen zu widerſpre⸗ chen, ſo würde ich ſagen——“

„Nein, nein, Sir,“ rief ſie theils vor Scham theils vor Zorn erröthend—„dies muß ein Ende nehmen, ich weiß nicht welch ein Recht Sie haben, mir ein Geſtänd⸗ niß abzupreſſen. Das Eigenthum, wovon Sie ſprechen, iſt nicht mehr mein; mein Oheim erwies mir die Ehre, es von mir anzunehmen. Wollte Gott, die Gabe könnte den tauſendſten Theil der Liebe ausdrücken, die ich für ihn hege.“

„Sie haben Ihre Anſprüche Ihrem Oheim abgetre⸗ ten!“ ſagte Hamsworth mit einem Zuge der Bosheit und des Aergers auf ſeiner Stirne, indem er zwiſchen jedem Worte eine Pauſe ließ.

„Wer wagt es, mich über einen ſolchen Gegenſtand auszufragen!“ rief Kate; denn der von Hamsworth ſo plötzlich angenommene beleidigende Ausdruck erweckte ih⸗ ren ganzen Unwillen.—

„Iſt dies alſo wirklich ſo?“ ſprach Hamsworth, der,