Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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ſchaften verhielt ſich neutral— außer Stande, ſich ei⸗ ner natürlichen Parteilichkeit zu entäußern; um ein ge⸗ rechter Richter zu ſein. Sir Marmaduke Travers ge⸗ ſtand ehrlich ein, daß er ſich inkompetent fühle. Die Modehelden, die großen Schiedsrichter über den bon ton waren glücklich getheilt, und wenn England ſich einer Mehrheit unter der Partei des Schloſſes rühmen konnte, ſo neigte ſich die Wagſchale zu Gunſten Irlands durch das Gewicht derjenigen, die Gelegenheit gehabt hatten, fremdes Weſen kennen zu lernen und in Kate den höch⸗ ſten Grad franzöſiſcher Anmuth mit einheimiſcher Liebens⸗ würdigkeit vereinigt fanden.

So viel von der„Senſation,“ um uns des von den Zeitungen gebrauchten Ausdruckes zu bedienen, welche ihr Eintritt in die ſaſhionable Welt Dublins machte. Kehren wir jetzt zu den Hauptperſonen ſelbſt zurück. In einem großen, glänzend ausgeſtatteten Zimmer in Sir Marmadukes Wohnung ſaßen der Baronet, ſeine Toch⸗ ter und Kate zuſammen am Frühſtück, während deſſen ſie abwechſelnd aus den Morgenblättern vorlaſen und die Neuigkeiten beſprachen.

„Aber, meine liebe Kate,“— Sir Marmaduke hatte ſich ſeit einer Woche von dem förmlichen„Miß“ eman⸗ cipirt—„fangen Sie einmal eine andere Spalte an und laſſen Sie uns hören, ob es keine politiſche Neuig⸗ keiten gibt.“

„Ueber Politik, Sir, ſteht kein Wort da, wenn man nicht vielleicht eine Anſpielung auf die rebelliſche Farbe meines Kleides, das ich auf dem Kanzlers Ball trug. dafür nehmen will. Du ſiehſt, Sybella, Falkner ficht nicht unter meinem Banner.“ ⸗

„Ich glaube, Du haſt mir den Kanzler ſelbſt ent⸗ wendet,“ entgegnete Sybella lachend,„und ich muß be⸗ merken, das war gar nicht hübſch von Dir. Er hatte mir gerade ſeinen Arm gegeben, um mich zu einem Stuhle zu führen, als Du irgend etwas in halbem Flüſtern ſagteſt— ich konnte es durchaus nicht verſtehen— er