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Verwünſcht! ſie meinen, Leute meines gleichen brauchten gar nicht zu leben.“
„Ja freilich,“ verſetzte Mrs. Branagan, aus dem Winkel ihres Mundes ein zartes Rauchwölkchen blaſend —„ja freilich; und wenn ſie nicht ſchlimmeres thäten, als einem ſolchen Gewürm den Garaus machen, ſo würden ihre Seelen leicht in den Himmel kommen.“
Kerry ſenkte den Kopf und ſeine Lippen murmelten; aber eine deutliche Antwort ließ ſich nicht vernehmen.
„Wenn ich nur eine einzige gute Eigenſchaft von Euch wüßte!“ ſagte ſie mit unerbittlicher Härte.„Ich erinnere mich der Zeit, da Ihr mir alles zu erzählen pflegtet, was droben vorging; und obgleich die Hälfte
davon immer erlogen war, ſo war es doch beſſer, als nichts; aber jetzt ſeyd Ihr ſo dumm und träge, wie die alte Beſtie da vor dem Feuer— von Morgens früh bis Abends ſpät kommt kein Wort aus Eurem Kopf. O je, habt Ihr vielleicht das Gehör verloren?“
„Bei der heiligen Mutter, ich wollte, es wäre ſo,“ murmelte er andächtig vor ſich hin.
„Da iſt jetzt ein Mann droben im Geſellſchaftszim⸗ mer, der ißt und trinkt, und Ihr wißt gewiß nicht mehr von ihm, als wenn er die Königin von Sheba wäre.“
„Nicht?— Wirklich nicht?“ ſagte Kerry ſpöttelnd und mit ſo geheimnißvollem Blicke, daß Mrs. Branagan vollſtändig dadurch getäuſcht wurde.
„Nun, was iſt er denn, ſprecht es frei heraus, auf der Stelle,“ ſagte ſie.„Verdammt! wollt Ihr mich wie einen Verräther behandeln?“
„Nein, gewiß nicht, Mrs. Branagan; das habe ich gewiß nicht im Sinne— wahrlich, ich kannte Eure
Leute von väterlicher und mütterlicher Seite— von zwei Generationen her. Miles Buoy— der gelbe Miles, wie man ihn nannte— war der beſte Pferdekenner in
Kerry— es wundert mich, daß er nicht eine Maſſe Geld zuſammengebracht hat.“
„Das hat er freilich, aber nachher hat er es wieder


