Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

37

Ton, worin dieſe Worte geſprochen wurden, nicht gehin⸗ dert, eine geziemende Erwiederung zu geben, er entſagte ſeiner Abſicht, ſich zurückzuziehen, löſchte ſein Licht aus und nahm gegenüber von Talbot Platz. 3

Da wir bereits in einem frühern Kapitel unſern Leſer mit dieſem Herrn bekannt gemacht haben, ſo brau⸗ chen wir bei gegenwärtiger Gelegenheit kaum noch etwas beizufügen. Sein Gewand war allerdings etwas ver⸗ ſchieden; damals war er in einem Reitkoſtüm erſchienen — jetzt trug er einen reichbeſchnürten, dicht mit ſchwar⸗ zem Pelz beſetzten Rock; eine Kappe von dem gleichen Stoff, geziert mit einer dichten goldenen Quaſte trug er in der Hand— ſein ganzes Koſtüm hatte für die damalige Zeit einen fremdartigen Anſtrich.

Während Sir Archy mit dem neuangekommenen Gaſt Höflichkeiten austauſchte, war es dem alten O'Do⸗ noghue vermittelſt wiederholten Schellens an der Glocke gelungen, Kerry O'Leary zu bewegen, daß er ſein Hei⸗ ligthum verließ und ſich an die Thüre des Zimmers wagte, wobei er eine Vorſicht beobachtete, die nur durch lange Uebung erworben werden konnte.

„Iſt er hier, Sir?“ flüſterte er, während ſeine Augen einen fluͤchtigen, aber forſchenden Blick auf das Zimmer warfen.„Heilige Jungfrau, aber heute Nacht iſt er in einer ſchrecklichen Laune.“„

„Bring' auf der Stelle etwas zu eſſen herauf,“ rief O'Donoghue, mit ſeinem ſchweren Rohr ärgerlich auf den Boden ſtoßend;„wenn ich Dir es noch einmal ſagen muß, ſo hoffe ich, er bricht Dir jedes Bein am ganzen Leibe.“

„Ich bitte Sie, doch ja nichts für mich zu be⸗ ſtellen, Sir,“ ſagte Talbot, ſich verbeugend;„wir haben ſchon ein vortreffliches Abendeſſen zu uns genommen, drunten im Thale in einer kleinen Hütte, wo ich unter andern Vortheilen das Vergnügen hatte, die Bekannt⸗ ſchaft Ihres Sohnes zu machen.“

„Aha, gewiß bei Mary,“ ſagte der alte Mann,