Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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mehr als vierzig Jahre,“ ſagte O'Donoghue lachend; „und ich habe nie von einem Lord⸗Lieutenant oder Staats⸗ Sekretär gehört, der nicht das Komplott entdeckt und das Königreich gerettet hätte: immer aber ließen ſie ein Neſt⸗Ei des Hochverraths für den Nachfolger zurück, damit auch er ſeine Lorbeeren daran verdienen könne.“

„Ich weiß nicht recht, ob es nicht noch zu einem Ausbrüten kommen wird,“ ſagte Sir Archy mit einem trockenen Kopfſchütteln.

„Wenn es dazu kommen ſollte, ſo wünſche ich nur, es möchte geſchehen, ſo lange ich ein Zuſchauer ſein kann,“ ſagte Travers; ſodann kam es ihm plötzlich in den Sinn, die Leichtfertigkeit dieſer Bemerkung möchte den Andern mißfallen; er murmelte daher einige Worte von Hoffnung auf beſſere Ausſichten und entfernte ſich.

Waͤhrend dieſes kurzen Geſpräches hatte Kate mit athemloſer Spannung zugehorcht, um irgend eine That⸗ ſache, oder auch nur irgend einen wohlbegründeten Ver⸗ dacht zu erfahren, der dazu dienen könnte, Mark vor⸗ ſichtig zu machen; aber nichts konnte vager und unbe⸗ ſtimmter ſein, als Fredericks Mittheilung; und es war augenſcheinlich, daß er mit nichts hinter dem Berge gehalten hatte. Konnte er vermöge ſeiner Stellung mehr erfahren? war die nächſte Frage, die ſie ſich ſelbſt ſtellte— War er vielleicht nicht im Stande, zu ergrün⸗ den, wo und auf wem der Verdacht der Regierung ruhte? Ihre Entſchluͤſſe waren ſelten mehr als das Werk einer Sekunde; ſobald daher dieſer Gedanke ſie durchzuckt hatte, beſchloß ſie darnach zu handeln. Sie ſchlich geräuſchlos aus dem Zimmer, warf haſtig einen Shawl um ſich und eilte aus dem Hauſe durch eine kleine Pforte, von wo ein bedeutend kürzerer Weg, als Travers machen mußte, nach der Straße hinabführte.

Es war keine Zeit zu ſchüchterner Verſchämtheit, und in der That war ſie durch die Sorge um das Ge⸗ ſchick eines Andern zu ſtark aufgeregt, um noch an ſich ſelbſt denken zu können; ſo kurz nun auch der Pfad