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„Ich muß tauſendmal um Verzeihung bitten wegen der Stunde meines Beſuches, um von meiner plötzlichen Erſcheinung gar nichts zu ſagen,“ ſprach er mit anmu⸗ thigem Weſen;„aber wir haben erſt heute zufällig erfahren, daß Herbert ebenfalls nach Dublin gehen will: mein Vater ſendet mich daher mit der Bitte, uns Geſellſchaft zu leiſten.“
„Er iſt im Begriff, das College zu beſuchen,“ ſagte Sir Archy nicht ohne einige Beſorgniß, die Aufmerk⸗ ſamkeit des Jünglings möchte von dem großen Zweck ſeiner Reiſe abgelenkt werden.
„Vortrefflich,“ erwiederte Fred munter;“ da können wir unterwegs über Virgil und Homer ſprechen.“
„ Sch fürchte, eine ſo angenehme Geſellſchaft könnte Griechenland und Rom in den Hintergrund drängen;“ ſprach Sir Archy in trockenem Tone.
„Ich ſtehe gut dafür, die kurze Erholung vom Studium wird ihm nichts ſchaden; außerdem wollen Sie mir gewiß eine Geſellſchaft nicht verſagen, wenn ich Ihnen erkläre, daß ich ſonſt allein reiſen muß. Mein Vater hat in ſeiner Weisheit beſchloſſen, mich einen halben Tag vorauszuſchicken, um die nöthigen Vorkehrungen für ſeine Ankunft zu treffen. Iſt das auch recht, Miß O'Donoghue?“
„So weit es uns betrifft, nicht. Was aber Sie betrifft,“ fügte ſie ſchalkhaft hinzu,„ſo möchte ich be⸗ haupten, ein ſo ausgezeichneter Reiſender finde ſtets auch auf dem langweiligſten Wege Stoff zur Unterhaltung. Ich erinnere mich einer kleinen Theorie, die Sie ſelbſt über dieſen Punkt aufgeſtellt; Sie haben davon geſpro⸗ chen, als ich das erſte Mal das Vergnügen hatte, Sie zu ſehen.“
Die Anſpielung bezog ſich auf die Art, wie Travers auf dem Briſtoler Paketſchiff ihre Bekanntſchaft gemacht, und ſie hatte ſeine kaltblütige Verſicherung von damals mit ächt weiblicher Zähigkeit ihm noch immer nicht ver⸗ geben. Travers, der den Umſtand ſpäter oft bereut


