Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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zeugung beigebracht, daß ſich an die auf jenem Kampf⸗ platz gewonnenen Lorbeern mehr wahre Ehre knupfe, als an alle, wenn auch noch ſo erfolgreichen Anſtren⸗ gungen, die verlorne Herrlichkeit ihres einſt ſo ſtolzen Hauſes zurückzubringen. Und jetzt ſtand er hart an der Schwelle der Laufbahn, mit der ſich ſeine ganze Seele beſchäftigte. Kein Wunder alſo, wenn ſein Herz ſchlug und ſeine Pulſe klopften. Sir Archy's Augen wendeten ſich ſelten von ihm ab; es ſchien, als wolle er die Frucht ſeines ganzen langen Unterrichts betrachten, und wenn er die flammenden Blicke und die lebhaften Geberden des Jünglings beobachtete, ſchien er zu berechnen, in wie weit ein ſolches Temperament für ſeine Zukunft nützlich oder verderblich werden könnte.

D⸗Donoghue war nachdenklicher als gewöhnlich. Der Gedanke der bevorſtehenden Einſamkeit, der für Leute von vorgerücktem Alter doppelt traurig iſt, drückte ihn nieder. In der letzten Zeit waren ſeine Abende unter fröhlichem Genuſſe verſtrichen, den er ſeit Jahren nicht mehr gekannt hatte. Für junge Leute iſt eine Trennung nur eine Unterbrechung der Bande des tägli⸗ chen Verkehrs— für alte hat ſie alle feierliche Bedeu⸗ tung einer Warnung und mahnt an die Annäherung des letzten Abſchieds, wo man ſich für immer Lebewohl ſagt. Dieſe düſtern Ahnungen, konnte er nicht unterdrücken; deßhalb war er ſtumm und traurig.

Kate's Aufmerkſamkeit ſchweifte von Herberts künf⸗ tigen Freuden hinweg, um wieder an denjenigen zu denken, um den ſich jetzt Niemand zu kümmern ſchien. Lange und ängſtlich hatte ſie auf irgend einen Ton gelauſcht, der ſeine Ankunft bezeichnen möchte, aber draußen war alles ſtill, und auf der Straße ließ ſich beim Licht des Mondes ſtundenweit kein lebendiges Weſen erblicken; endlich folgte auf den Zuſtand der Aengſtlichkeit eine tiefe Träumerei, und ſie ſaß dort, ihre ganze Umgebung vergeſſend. Inzwiſchen warnte Sir Archy mit leiſer nachdrucksvoller Stimme Herbert