Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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deſſen Pflichten und Vorrechte er ſich, wie man ihm mit⸗ theilte, in wenigen Tagen hinlänglich würde unterrichten können. 1

Seit dem Tage, da Kate ihren Brief an Mark gerichtet hatte, war beinahe ſchon eine Woche verſtrichen, und noch war er nicht nach Hauſe zurückgekehrt. Seine Abweſenheit war allerdings nichts ungewoöhnliches; aber jetzt ſtieg bei dem Gedanken, in welche hochverrätheriſchen und gefährlichen Plane er verwickelt ſeyn möchte, ihre Ungeduld faſt bis zur Verzweiflung, und ihre Ungewiß⸗ heit, in wie weit ſte ihre Entdeckung den Uebrigen ver⸗ heimlichen ſollte, wurde wahrhaft qualvoll. Endlich kam der letzte Abend, den ſie noch vor ihrer Abreiſe in Carrig⸗na⸗curra zubrachte, und ſie ſaßen um den Thee⸗ tiſch, in Gedanken verſunken und ſchweigend, wie ge⸗ wöhnlich, wenn man vor einer Trennung zum letzten Mal beiſammen iſt. Obgleich ſie mit Vergnügen die Ankündigung hörte, daß Herbert ſie nach der Hauptſtadt begleiten würde, wo er als Student das Trinity⸗College beſuchen ſolle, ſo ſchweiften dennoch ihre Gedanken hin⸗ weg und ſchwebten über dem trüben Geſchick ihres Vetters Mark, das jetzt im Vergleich mit den vor ſeinem Bruder ſich eröffnenden Ausſichten nur um ſo düſterer erſchien.

Unter der ganzen Geſellſchaft war Herbert allein heiter geſtimmt. Jetzt ſollte die Laufbahn beginnen, mit der ſich ſein ganzer jugendlicher Ehrgeiz beſchäftigt hatte — der große Wettkampf des Geiſtes, auf dem ſelbſt ſeine Traͤume zu verweilen pflegten. Welche Traumbil⸗ der von feurigem Wetteifer mit ſeinen Gefährten, um den Preis davon zu tragen und einen Ruhm zu gewin⸗ nen, der auf ſein ganzes ſpäteres Leben ſeinen Glanz werfen würde, ſtiegen nicht in ſeiner Seele auf? Von früheſter Kindheit an hatte ihm Sir Archy das Ver⸗ langen nach Auszeichnung eingeflößt, indem er kluger Weiſe einen ſolchen Ehrgeiz an die Stelle irgend eines andern weniger edeln ſetzte. Er hatte ihm die Ueber⸗