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einen Schein von Harmonie unter dieſen„Vereinigte Irländern“ herzuſtellen..
Diejenigen, die von ſolchen Scenen der Zwietracht weit entfernt wohnten, beklagten ſich hauptſächlich über das Zögern.„Worauf ſollen wir noch warten?“— „Wann werden wir endlich losſchlagen?“— Dieß waren die ſtets ſich wiederholenden Fragen, und die Unmög⸗ lichkeit, dieſelben auf eine für das Volk befriedigende Weiſe zu beantworten, erhöhte nur die Mißſtimmung. Wenn der Sanguiniker Ungeduld verrieth, ſo zeigte der Zaghafte— und ſolche gibt es allenthalben— Wan⸗ kelmuth, und flüſterte von Verrath und Treuloſigkeit; während zwiſchen beiden die großen Maſſen ſtanden, aufgeregt von jedem oberflächlichen Gerücht, und heute eben ſo ſchwer zurückzuhalten, als morgen zu ver⸗ ſammeln.
Dieß war mit kurzen Worten die Lage der Partei, auf die Mark O'Donoghue das Glück ſeines Lebens ſetzte, eben ſo ſorglos um ſein eigenes Schickſal, als unwiſſend in Betreff beſtimmter Plane oder der zur Aus⸗ führung vorgeſchlagenen Mittel. 5
Sein Einfluß unter dem Volke war bedeutend. Abgeſehen von allen Anſprüchen, die ſich auf ſeinen Namen und ſeine Familie ſtützten, war er perſönlich ſehr beliebt. Muth und Kühnheit— Geſchicklichkeit in jeder männlichen Leibesübung, Unerſchrockenheit und Entſchloſſenheit ſind Gaben, die, mit einer rauhen, gut⸗ artigen Natur und mit wahrer Herzensgüte gepaart, ein wildes, ungebildetes Volk ſicher gewinnen; und ſo war Herbert, der faſt nie ein barſches Wort äußerte— der aus Auftrag von Sir Archy täglich die Kranken beſuchte — von deſſen Dienſtfertigkeit Jedermann ſprach, weniger Volksliebling, als ſein Bruder.
Dieſer Einfluß, worüber durch Lanty Lawler bald die Abgeordneten in Dublin unterrichtet wurden, war der Grund, weßhalb Mark ganz beſonders ins Vertrauen gezogen und mit einem Commando beehrt wurde, über


