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die Glückwechſel vorſtellte, welchen ſeine abenteuer⸗ liche Laufbahn ihn ausſetzen würde, ſo fühlte ſie, wie jedes Wort dem Inhalt ihrer früher ſo oft wiederhol⸗ ten Reden widerſprach. In gänzlicher Verzweiflung, was ſie beginnen ſollte, ſchloß ſie endlich den Brief ein und fügte blos folgende wenige Worte hinzu:
„Den angeſchloſſenen Brief habe ich geleſen, aber
. K. OD.
Darauf verſiegelte ſie das Paket und hatte gerade die Adreſſe geſchrieben, als es an die Thüre klopfte, ſodann Sir Archy eintrat und ſich dem Tiſche näherte.
Mit dem ihn auszeichnenden Takt und Zartgefühl erklärte ſich Sir Archy über den Zweck ſeines Beſuches — er drang nämlich in Kate, eine Summe Geldes an⸗ zunehmen, um damit ihre Auslagen in der Hauptſtadt beſtreiten zu können. Der halb gebieteriſche Ton, den er annahm, entwaffnete ſie und machte ſie bedenklich darüber, in wie weit ſie es wagen dürfe, ſich den Wün⸗ ſchen ihrer Freunde in Betreff ihrer ſelbſt zu widerſetzen.
„Alſo wünſchen Sie im Ernſt, daß ich nach Dub⸗ lin gehe?“ fragte ſie.
„Ja, Kate, aus mancherlei Gründen— aus Grün⸗ den, die ich Ihnen ſpäter ohne Schwierigkeit werde er⸗ klären können.
„Ich bedaure faſt, daß ich je daran gedacht habe,“ ſagte Kate, ihre Gedanken unwillkürlich laut ausſprechend.
„Das iſt vielleicht nicht der geringſte Grund um zu gehen,“ verſetzte Sir Archy trocken, während im glei⸗ chen Augenblick ſein Auge auf den Brief mit Mark O'Donoghue's Aufſchrift fiel.—
Kate ſah, worauf ſein Blick geheftet war, und er⸗ röthete vor Scham und Verwirrung.
„So ſey es denn, Oheim,“ ſagte ſie entſchloſſen. „Ich will die Gründe, von denen Sie ſprechen, nicht wiſſen, denn wenn Sie nach meinen eigenen Gegen⸗
Ihr Geheimniß iſt bei mir ſicher.“


