Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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während die Zweifel, was ſie beginnen ſollte, immer dichter ſie umflatterten. Sir Archy allein war fähig ihr zu rathen, ſeine ruhige, leidenſchaftloſe Vernunft wäre jetzt unſchätzbar geweſen; aber durfte ſie auch nur ihm ein Geheimniß anvertrauen, hinter das ſie ſo zufällig gekommen war? Würde konnte es ihr Mark je ver⸗ zeihen, und wie viele Andere konnten durch eine ſolche Mittheilung gefährdet werden! In dieſer Klemme ſah ſie nur einen Weg vor ſich, ſich ohne weiters an Mark ſelbſt zu wenden, ihm zu erklären, wie ihr ſein Ge⸗ heimniß bekannt geworden ſey, von ihm ſo viel als mög⸗ lich über die Gefahren und Schwierigkeiten der beab⸗ ſichtigten Empörung zu erfahren, und wenn es nicht möglich ſey, ihn von der Theilnahme daran abzubringen, ſeinen Entſchlüſſen wenigſtens mit aller Klugheit, mit allem guten Rath, der ihr zu Gebote ſtand, zu Hülfe zu kommen. Kaum war ihr Entſchluß gefaßt, als ſie zum zweiten Mal vor der Thüre ſeines Zimmers erſchien; ſie klopfte zweimal an; da aber keine Antwort erfolgte, offnete ſie ſachte die Thüre. Das Zimmer war leer, er war fort. Ich will ihm ſchreiben, ſagte ſie haſtig und mit dieſem neuen Entſchluß eilte ſie in ihr Zimmer und begann einen Brief.

Die Aufgabe, die ſie ſich ſelbſt geſtellt hatte, war nicht ſo leicht; ein dutzend Mal ſuchte ſie ihm, wäh⸗ rend ſie ihm auseinander ſetzte, durch welchen Zufall ſein Geheimniß bekannt geworden, mit lebhaften Farben die Gefahr eines Unternehmens vorzuſtellen, dem ſeine eigene Nachläſſigkeit zum Nachtheil gereichen tönnte; aber mit keinem ihrer Verſuche war ſie zufrieden. Bald ſchien ſie ſich nicht hinlänglich gerechtfertigt zu haben, wegen des Durchleſens ſeines Briefes, wozu ſie keine Erlaubniß hatte; bald ſchien ihr das Gewicht, das ſie gerade auf dieſen Punkt legte, zu ſelbſtſüchtig und zu perſönlich in einem Falle, wo die Intereſſen eines An⸗ dern auf dem Spiele ſtanden; und auch wenn ſie ihm

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