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theures Mädchen und eine armſelige Belohnung für all das Glück, das Du in dieſe alten Mauern zurückgebracht haſt.“ Dieſe Worte waren mit ſo viel Gefühl geſpro⸗ chen, daß Niemand geneigt war, die darauf folgende Stille zu unterbrechen.
„Ich geſtehe, die Hauptſtadt möchte ich gerne ſehen,“ ſagte endlich Kate,„jedoch nur unter der Bedingung, daß meine Abweſenheit eine kurze wäre.“
„Und ich hätte nichts dagegen, daß die Hauptſtadt Sie ſehen ſoll,“ ſprach Sir Archy;„obſchon ich durch meine Großmuth ein Liebchen verlieren könnte.“
„Fürchten Sie nicht für meine Treue,“ erwiederte Kate lachend, indem ſie ihm ihre Hand hinreichte, die er mit antifer Galanterie an ſeine Lippen drückte.„Die Jugend dieſes Landes, ſo weit wenigſtens meine Erſah⸗ rung geht, ſcheint nicht geeignet, einen ſo treuen Be⸗ wunderer zu verdrängen; von jungen Menſchen, die ſo wenig Hingebung für ihr Land beſitzen, kann man wohl mit Recht vermuthen, daß ſie noch weniger für deſſen
Töchter haben“
Marks Stirne und Wangen wurden plötzlich dunkel⸗ roth; er ſenkte ſeinen Kopf faſt bis auf den Tiſch, um der Beobachtung zu entgehen, ergriff, wie in der Zer⸗ ſtreuung, das Schreiben und ſchien deſſen Inhalt anzuſtar⸗ ren; plötzlich aber zerdrückte er es in der Hand, erhob ſich vom Tiſche und verließ das Zimmer.
„Meine holde Kate,“ ſprach Sir Archy, als er ſie in die Vertiefung eines Fenſters führte,„hüten Sie ſich, daß Sie nicht da, wo Sie blos die Glut des Patriotis⸗ mus anzufachen hofften, die Flamme des Hochverraths anzünden; Augen und Lippen gleich den Ihrigen ſind ge⸗ fährliche Lehrmeiſter! ſeien Sie vorſichtig, Mädchen. Dies Land ſteht, wie auch Andere denken mögen, am Vorabend eines gewaltigen Kampfes; das Volk hat man⸗ che alte Zwiſtigkeiten aufgegeben und ſcheint geneigt, ſich zu einigen.“
„Und der Adel— wo ſind die Männer, die an des


