Teil eines Werkes 
1. bis 5. Stück (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

282

rief der alte O'Donoghue.„In ſolchen Dingen macht der Junge nie einen Mißgriff.“

„Wenn der Burſche unverſchämt war,“ ſagte Fre⸗ derik,„ſo iſt Ihr Sohn ganz recht mit ihm ver⸗ fahren.“

Kate warf dem Sprecher einen Blick der Dankbar⸗ keit zu, der ihn für ſeine raſche Fürſprache reichlich be⸗ lohnte.

„Mag es denn ſein,“ ſagte Sir Marmaduke, der ſich glücklich ſchätzte über die Gelegenheit, das Geſpräch über einen ſo unangenehmen Gegenſtand abzubrechen.

„Der Kapitän hat gut gerathen,“ rief Kerry.„Der Schuft ſagte zu Mr. Mark, er werde morgen mit einer Notiz vom Herrn ſelbſt hieherkommen, und es müßte wunderlich zugehen, wenn wir nicht vor Oſtern den Platz räumen müßten.“

„Iſt's möͤglich!“ ſagte Sir Marmaduke tief er⸗ röthend.„Ich bitte, mein lieber Herr, mir jeden haſti⸗ gen Ausdruck, den ich vielleicht gebraucht habe, zu ver⸗ eihen.“ veij„Ich für meine Perſon kann dem Burſchen ver⸗ zeihen,“ ſagte Sir Archy mit Stolz.

„Ich aber nicht,“ fiel Kate ein,„ich nicht. Mark hätte den Kerl von oben bis unten durchpeitſchen ſollen.“

Sybella Travers erſchrack über die Energie in Stimme und Geberde, die dieſe Worte begleiteten; wäh⸗ rend ſich ODonoghue aus ſeinem Stuhl erhob, lang⸗ ſam zu Kate hinwankte und ihr einen Kuß auf die Stirne drückte.

„Die iſt von ächtem Schrot und Korn— das iſt nicht zu läugnen,“ murmelte Kerry, indem er ſie faſt mit einem Ausdruck von Verehrung angaffte.„Solches Blut kann nie nachgeben— hol' mich der Teufel, wenn es erlogen iſt!“

1 Herbert, der von dem unfreundlichen Zuſammen⸗ treffen zwiſchen ſeinem Bruder und dem jungen Trayerz

9„