Teil eines Werkes 
1. bis 5. Stück (1846)
Entstehung
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allein Zeuge geweſen war, warf dem Letztern einen freundlichen Blick zu und ſagte mit halbem Flüſtern—

„Das war ſehr gütig von Ihnen!“

Es wäre eine ſchwierige— ja faſt unmögliche Aufgabe geweſen, die Geſellſchaft wieder in jene Stim⸗ mung zu verſetzen, die der unglücklichen Unterbrechung vorangegangen war. Alle Bemühungen Sir Marma⸗ dufe's, die Unterhaltung fortzuſetzen, hatten die frühere Leichtigkeit verloren— O'Donoghue ſelbſt war miß⸗ ſtimmt; denn er war nicht ganz überzeugt von den Worten, die Sir Marmaduke bei erwähnter Gelegenheit gebraucht hatte, und wußte nicht recht, in wie weit es ſeine Pflicht ſei, einen Widerruf derſelben zu verlangen; Sir Archibald endlich, unruhig und verdrießlich darüber, was nach dieſem Benehmen Mark's die Fremden von dem ganzen Hauſe denken würden, fand es äußerſt ſchwierig, eine heitere, ruhige Miene anzunehmen.

Frederick Travers allein ſchien glücklich und ent⸗ zückt. Die plötzliche Aeußerung Kate O'Donoghue's, ſo ganz verſchieden von Allem, was er je aus dem Munde einer jungen Lady gehört, hatte ihn eben ſo ſehr überraſcht als erfreut, und er hätte ſich gerne ver⸗ pflichtet, für einen zweiten Blick aus ſolchen flammenden Augen ein ganzes Dutzend Schreiber durchzupeitſchen; Sybella dagegen konnte ſich eines gewiſſen an Furcht gränzenden Gefühles nicht erwehren. Beim Gedanken an ein Mädchen, das, jung wie ſie ſelbſt, begabt mit aller weiblichen Anmuth und Liebenswürdigkeit, dennoch einen Grad von Heftigkeit und Leidenſchaft an den Tag gelegt hatte, den ſie mit ſolchen Reizen nicht verſöhnen konnte. Was Kate ſelbſt betraf, ſo hatte ihre Aeußerung in ihrer Bruſt keine Aufregung hervorgerufen. Der Wunſch war eben ſo natürlich ausgeſprochen, als gefühlt worden; und ſie würde über die Verwunderung der Uebrigen über ihre Worte, wenn ſie dieſelbe bemerkt hätte, noch mehr geſtaunt haben, als dieſe über ihre Aeußerung.