Teil eines Werkes 
1. bis 5. Stück (1846)
Entstehung
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mente, wo der dumpfe Donner ſich in ſanftere Töne miſcht, zuweilen eine Arie ſich erhebt, die höhere Ge⸗ fühle und Sympathien einflößt, ſo lieblich erklang ihre Stimme unter den übrigen. Ihre Worte waren mit einem Ausdruck beflügelt, den nur ihr Blick und ihre Geberde ihnen verleihen konnte— und in der wechſeln⸗ den Farbe ihrer Wangen, auf ihrer glänzenden Stirne, auf ihren, auch wenn ſie ſchwieg, beredten Lippen, zeigte ſich eine Liebenswürdigkeit, die über bloßer Schön⸗ heit eben ſo erhaben iſt, wie das Leben über dem Mar⸗ mor. Die vollkommenere Regelmäßigkeit in den Zügen Sybellas— ihr klaſſiſches Profil— die Reinheit ihrer Züge— dies Alles ſchien kalt und leblos, verglichen mit der ausdrucksvollern Liebenswürdigkeit Kate's. Auch der furchtloſe Charakter ihrer Seele war mit ſo viel weiblicher Delikateſſe und Feinheit gemiſcht— der Wunſch zu gefallen mit einem ſolchen Anſchein von Selbſtver⸗ geſſenheit vermählt, daß jede ihrer Bewegungen und Geberden voll von jenem Reize waren, für den es kein anderes Wort gibt, als„Bezauberung.“ Auch jene Beimiſchung von fremdem Accent, wovon wir bereits geſprochen haben, diente dazu, Allem was ſie ſagte, ein eigenthümliches Etwas zu verleihen, ſo daß es noch lange nachher im Herzen eingegraben blieb.

Mit innigem Entzücken beobachtete Frederik Travers den Eindruck, den dieſe Vorzüge auf ſeine Schweſter machten. Er ſah das Vergnügen, womit Sybella ihr zuhörte, ja er erkannte bereits die Symptome jener Er⸗ oberung, wodurch eine Seele die andere unterjocht— und war entzückt, als er dies Alles ſah.

Als Sir Marmaduke freundlich die Hoffnung aus⸗ ſprach, daß dieſer Beſuch das Vorſpiel zu näherer Ver⸗ traulichkeit bilden werde, antwortete O'Donoghue nicht

ohne einen Anſtrich von Traurigkeit in ſeiner Stimme,

er ſelbſt ſey ein Invalide, der ſeinen Fuß nie mehr über die nächſte Umgebung ſeines Hauſes ſetze; aber

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