— glichen einander ſo genau, daß man glaubte, in ihnen
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das man ſich in einer Straßen⸗Herberge ſo leicht angPee wöhnt. Sie beſaß ein klares, volles Auge— einen weiten, jedoch nicht unangenehmen Mund— und eine
Stimme, die zu der honigſüßen Betonung eines Kerry⸗-⸗ Accentes nicht übel paßte. Ihr gegenüber ſaßen zwei hagere, abgezehrte alte Männer, die man nach Kleidung, Ausſehen, Alter, Stimme und Manieren faſt durchaus nicht von einander unterſcheiden konnte; denn nicht blos die verwitterten, verrunzelten Geſichter, ſondern auch ihre blauen Tuchjacken, ihre Lederhoſen und Stulpſtiefel
ſeyen die Zwillingsbrüder Dromios wieder auferſtanden, um als Poſtillione zu figuriren. So waren ſie jetzt— ſo waren ſie ſchon ſeit mehr als fünfzig Jahren geweſen. Von ihrem Knabenalter an hatten ſie mit einander das Land durchſtreift— ſie hatten ihre Laufbahn zuſammen betreten, und zuſammen humpelten ſie vorwärts, der letzten Station entgegen, der einzigen, auf der ſie Ruhe zu finden hofften! Joe und Jim Daly waren zwei Na⸗ men, die man nie getrennt hörte; ſte wurden als nur Ein Leib betrachtet, und wenn auch zuweilen ſie ſelbſt Unterſcheidungen machen wollten, ſo traute ihnen die Welt doch nie das Bewußtſeyn verſchiedener Perſönlich⸗ keit zu. Dies waren die Poſtillione des Reiſewagens, ſie hatten ihn, ungefähr eine Stunde von da an dem Ort ſeiner Beſtimmung gelaſſen, und thaten ſich nun fünic bei Mary's, wo die Pferde die Nacht über ruhen ollten. „Sicher, Madam, das könnt Ihr Fahren heißen,“ ſprach Einer von dem Paar, einen dampfenden Trank ſchlürfend, den die Wirthin ſo eben gebraut hatte, n„den ganzen Weg ſtrengen Galopp, außer auf der kleinen Hügelſtrecke bei Carrignacurra.“ „Schön, ich hoffe, Ihr habt ein anſtändiges Trink⸗ geld bekommen, Jim?“ „Ich bin der Joe, Madam, wenn's Euch belieht⸗ 44


