Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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aber ſie ſtarb, noch ehe er ſein viertes Jahr erreicht hatte, begleitet von den Thränen und dem Bedauern aller Derer, die ſie kannten.

Die Verzweiflung über den Tod ſeiner Frau nöthigte den Oberſten, zur Zerſtreuung einige Zeit das Schloß zu verlaſſen. Er beſchloß, wieder zur Armee zu gehen; ſeine Liebe zu dem kleinen Hein⸗ rich bewog ihn indeß, dieſen in den Händen eines Mannes zurückzulaſſen, der mit allem Eifer ſeine Jugend beaufſichtigen und ihm frühe ſchon die Grundſätze der Tugend einimpfen könne; hiezu er⸗ kor er Müller. Er kannte deſſen Biederkeit und Aufrichtigkeit, und in der Ueberzeugung, dieſer werde ſeinen Sohn(wie er Heinrich nannte) keinen Augenblick verlaſſen, ſchwankte er nicht, ihn zu deſſen Lehrer zu beſtellen.

Müller wäre wohl ebenſo gern ſeinem Oberſten zur Armee gefolgt, als daß er ruhig auf Schloß Framberg verblieb: da aber die Wünſche ſeines Vorgeſetzten Befehle für ihn waren, ſo ſchwur er ſeine Plane treulich zu erfüllen. Der Oberſt reiste da⸗ her ab, indem er Müller in ſeiner Abweſenheit den Befehl über das Schloß übergab und ihm ein⸗ ſchärfte aus Heinrich einen braven und tugendhaf⸗ ten Mann zu bilden.

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