Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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Hätte ſie d'Ormeville nicht gekannt, würde ſie in dieſer Verbindung ihr Glück gefunden haben; aber die Erinnerung an den Angebeteten ſtörte unab⸗ läſſig ihre Ruhe und ſie verfiel in düſtere Schwer⸗ muth, die ſie vergebens ihrem Gatten zu verber⸗ gen ſuchte.

Einen Monat nach der Hochzeit ſtarb Graf Hermann; der Oberſt weihte dem Gedächtniß ſei⸗ nes Vaters die Thränen eines zärtlichen Sohnes und lebte einige Zeit mit ſeiner Gemahlin in gänz⸗ licher Abgeſchiedenheit, wo er Niemand als Mül⸗ ler vor ſich ließ. In dieſem Zeitraum gebar die Gräfin einen Knaben, der insgeheim unter dem Kamen Heinrich d'Ormeville getauft ward, den aber der Oberſt erzog und für ſeinen Sohn ausgab.

Der alte Baron von Froburg, damals auf ſeinem Schloſſe, hatte keine Kunde von dieſem Er⸗ eigniß, und ſtarb nicht lange nachher ohne die ge⸗ ringſte Ahnung von dieſem Geheimniſſe.

Müller war der einzige, der die Wahrheit durchſchaute; aber er behielt ſeine Betrachtungen für ſich und äußerte ſeine Gedanken gegen den Oberſten nicht.

Der junge Heinrich wurde der Abgott ſeiner Mutter; ſeine Züge vergegenwärtigten ihr die Züge des von ihr ſo heiß geliebten Mannes. Wäre Clementine ſo glücklich geweſen, ihren Sohn zu erziehen, ſo würde unſer junger Held wahrſchein⸗ lich ihre ſanften und zarten Tugenden geerbt haben,