gebenen zu einer betraͤchtlichen Menge angewach⸗ ſen. Da Odoardo's Name jenem Geſindel ſo furchtbar geworden war, daß ſie vor ihm zitter⸗ ten, ſo ſtroͤmten ſeinen Abgeordneten von allen Orten eine Menge Leute zu, um zu Odoardo's
Fahne zu ſchwoͤren und ſich einen ſo furchtbaren 6 Gegner zum Freunde zu machen. Gegenwaͤrtig hatte Odoardo ſeine ſaͤmmtlichen 8 Untergebenen, bis auf einige Wenige, deren
Abweſenheit durch andere Angelegenheiten noͤthig gemacht wurde, von den verſchiedenen Poſten hiierher beſchieden, um von ihnen Rechenſchaft 8 u fordern. In einem geraͤumigen hellerleuchte⸗ teen Saale dieſes alten veroͤdeten Schloſſes, deſſen beruͤchtigte Spukereien Odoardo benuͤtzt hatte, um dieſe zum Theil zerfallne Geiſterburg abwechſelnd zu einem ſichern Aufenthalte zu waͤhlen, waren 6 dieſe Leute jetzt verſammelt. Jeder ſeiner Ge⸗ treuen ſprach mit Entzuͤcken und ehrfurchtsvoller Bewunderung von ihm und wußte den Neuan⸗ geworbenen ſo vieles von ſeinen Großthaten zu erzaͤhlen, daß dieſe, von welchen Mehrere Odoardo noch nicht perſoͤnlich kannten, mit deſto groͤßerer achtungsvoller Erwartung dem Eintritte ihres Gebieters entgegenſahen. Jetzt oͤffneten ſich die hohen Fluͤgelthuͤren des Saales. Cosmo und Bernardino, die beiden
.


