zu erziehen, in deren Schatten ſich noch ſpaͤt der
Vertrauten Odoardo's, traten ehrerbietig herein und in ihrer Mitte erſchien er ſelbſt mit einem hohe Ehrfurcht gebietenden Anſtande und in einem glaͤnzenden, beinahe fuͤrſtlichen Schmucke. Die ganze Verſammlung ſprang von ihren Sitzen auf und rief ihm ein jauchzendes Willkommen ent⸗ gegen. Odoardo winkte zur Ruhe, und mit ploͤtz⸗ lichem Verſtummen zogen ſich Alle ehrerbietig und mit entbloͤßten Haͤuptern zuruͤck.
Odoardo ſchritt mit wuͤrdevollem Anſtande durch die Verſammlung und nahm ſeinen Platz zwiſchen ſeinen beiden Vertrauten.„Ich danke Euch, meine Freunde, fuͤr Euer frohes Willkom⸗ kommen,“ redete er ſie an,„und wuͤnſche, daß ich einen Jeden von Euch eben ſo froh moͤge be⸗ willkommen koͤnnen.“ 4
Mit forſchendem Blicke muſterte ſein Auge die Verſammlung.„Der vaterlaͤndiſche Boden muß, wie ich ſehe, ſehr fruchtbar an Diſteln und Unkraut ſeyn,“ wandte er ſich an Casmo und Bernardino.„Ich danke Euch, lieben Freunde, daß Ihr es Euch angelegen ſeyn ließet, meine Wuͤnſche zu befriedigen, und dieſe rohen ausge⸗ arteten Sproͤßlinge der Natur in ein milderes Erdreich zu verpflanzen, um ſie zu Fruchtbaͤumen


