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Fürst Wolfgang : Historische Erzählung / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Vielerlei, beſonders über Euer Durchlaucht Regierungsweiſe und dergleichen mehr.

Geht nur hin, lieben Leute, ſagte er dann endlich ſanft. ‚Morgen werdet Ihr von uns hören!

Wir gingen nach unſerer Herberge und am nächſten Tage brachte uns der Geheimſcheiber die Pergamente, auf welchen alle die guten Nachrichten ſtanden, welche wir Euer Durch⸗ laucht überbracht haben. Mit welchem freudigen Herzen wir von Wien abreisten, gnädigſter Herr, das läßt ſich nicht be⸗ ſchreiben. Nach langer, beſchwerlicher Reiſe kamen wir endlich geſtern in der Frühe zu Bernburg an und hörten, daß Graf Ladro mit einer Schaar Bewaffneter nach dem Harze aufge⸗ brochen ſei. Alsbald vermutheten wir Unheil und warfen uns von Neuem auf die Pferde, um Euch baldmöglichſt die fröhliche Botſchaft zu verkündigen und im Nothfall auch Euch Beiſtand zu leiſten. Das Uebrige wißt Ihr, gnädigſter Herr, wir kamen eben noch zu rechter Zeit, um den bitterſten Schmerz, den größten Verluſt von uns abzuwenden.

Schweigend drückte Fürſt Wolfgang des braven Mannes Hand und ritt eine Weile geſenkten Hauptes neben ihm hin.

Ihr habt mir eine ſchwere Laſt der Dankbarkeit aufge⸗ bürdet, ſagte er dann weich und ſanft.Ich werde das Euch und meiner getreuen Stadt nicht vergeſſen!

Die Sonne neigte ſich zum Untergange, als Fürſt Wolf⸗ gang mit ſeiner Begleitung das Gehölz erreichte, welches, an die Saale gränzend, dem Schloſſe von Bernburg gerade ge⸗ genüber lag. Er ſehnte ſich darnach, die heimathlichen Gemä⸗ cher wieder zu ſehen und wünſchte nicht minder, den verwun⸗ deten Paul ſo bald wie möglich zur Ruhe zu bringen. Anſtatt alſo den weiten Weg durch die Stadt einzuſchlagen, verab⸗ ſchiedete er freundlich die Bürgerſchaft und verfolgte einen Weg zur Rechten, welcher an das Ufer des Fluſſes führte.