Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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ſondern weiter zu wandeln. Franz Karl hatte ſo Vieles mitzutheilen, auch Betrübendes, was ſeiner Verlobten mit zu gehören ſchien. In raſchen Umriſſen erzählte er ihr die Geſchichte Cäciliens und Jean Baptiſt's, eine Trauer, die ihnen durch Verwandtſchaft beider Unglückli⸗ chen gemeinſam war, und durch den Contraſt mit ihrem eigenen Glück einen tragiſchen Eindruck auf Fides machte. Dorotheen hatte der Baron auf ſeine Koſten vorerſt bei Frau Forſter untergebracht, die wieder aus dem Gebirge nach Neufchatel übergezogen war. Die künftige Beſtim⸗ mung des ſchätzbaren Mädchens ſollte von Fides geſchehen. Nun ſtand aber dem glücklichen Freunde noch eine harte Stunde mit der Baronin Mutter bevor. Er hatte ihr geſchrieben und ſich ihr angekündigt. Nach vieler Ueberlegung entſchloſſen, ihr in Betreff Cäciliens nichts von der Wahrheit zu verſchweigen, fand er ſich jetzt darin durch die Zuſtimmung ſeiner Fides bekräftigt. Abgeſehen von der Schwierigkeit, eine haltbare Geſchichte zu erfinden, die doch nur die Umſtände des Unglücks, nicht dieſes ſelbſt mildern konnte, glaubte der Baron auch, die volle Wahrheit nicht blos ſeiner Geſinnung, ſondern eben ſo ſehr der hohen Bedeutung des Ereigniſſes ſelbſt ſchuldig zu ſein. Aber, wendete Fides ein, wird deine Mutter, die ich freilich zu wenig kenne, das Unglück auch in dieſem Sinne faſſen?

Allerdings iſt mir dieſer Zweifel auch gekommen, meine theure Fides! erwiderte er. Wenn ich aber auch fürchten müßte, Schmerz und Kränkung werde zu tief auf das Gemüth der Mutter wirken, als daß es eine freie, verſöhnende Betrachtung faſſen könnte: ſo verſpreche ich

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