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einzuſchleichen gewußt haben, und in Verbindung mit Leu⸗ ten ihres Gelichters aus der Stadt dieſen empörenden Unfug verüben. Es gilt den Clubiſten. Man rottet ſich zuſammen, hetzt die einzeln in die Stadt gekommenen deutſchen Soldaten zum Plündern auf, und überfällt mit ihnen die Wohnungen der Clubfreunde, mißhandelt die Familien derſelben, und raubt oder zerſtört ihr Eigen⸗ thum. Niemand widerſetzt ſich dieſer Wuth der Rache und der Raubſucht; der Pöbel iſt Herr in dieſer Zwi⸗ ſchenzeit der Geſetzloſigkeit. Ich habe daher auch mein Schwert nicht von mir gethan, ſondern es nur draußen vor die Stubenthüre geſtellt. Es iſt eine Zeit des Fauſt⸗ rechts und der Selbſthülfe!
Dieſe Worte der Entrüſtung über einen Unfug, den man vom Fenſter aus vor Augen hatte, ſetzte die Mutter Lennig in Angſt und Unruhe. Sie faßte für ihr eigenes Haus die Beſorgniß, daß man ihrem entfernten Manne ſeine Verbindung mit dem Club gedenken dürfte. Der Baron ſuchte dagegen mit ruhigem Zuſpruch die perſön⸗ liche Achtung Vater Lennig's, und was er als Geißel für die Stadt gelitten, geltend zu machen. Doch erſt, als mehrere tumultuariſche Haufen auch ohne die Miene, daß es auf Lennig's Wohnung mit abgeſehen ſei, vorüber⸗ gezogen waren, beruhigte ſich die gute Frau inſoweit, um ihre Fides unter Franz Karl' ſchützendem Geleit nach
der Wohnung des lieben Profeſſors Blau ziehen zu laſſen,
dem wol auch eine Unbilde zugedacht ſein konnte. Mit dieſer Sorge, die durch das Glück gemildert war, zum erſtenmal am Arme des Geliebten durch die Straßen von Koenig, Clubiſten in Mainz. III. 21


