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wenn doch nur mein Alter da wäre! Wiſſen Sie denn nicht, Herr Baron, ob mein Erasmus bald zurückkommen wird?
Gewiß wird er bald! antwortete Franz Karl. Nach Uebergabe der Feſtung müſſen ja die Geißeln zurückgege⸗ ben werden. Und damit wir ihn dann mit einem häus⸗ lichen Feſte recht froh bewillkommnen, ſo laſſen Sie ihn mit der Tochter zugleich einen Sohn finden!
Einen Sohn, Euer Gnaden? fragte ſie verwundert.
Nun ja! Wenn Sie mich nämlich wollen, Herzens⸗ mütterchen!
Ah ſo! Nun verſtehe ich! Einen Herrn Sohn! Nun ja! So nehmt euch nur in Gottes Namen! Es wäre freilich meines Mannes Sache; aber wenn er mir aus meiner Voreiligkeit vielleicht einen Vorwurf macht, ſo werd' ich ihm ſagen: Ich habe dir nichts vergeben, Erasmus,— ſie hatten ſich ja ſchon vorher!
Liebe, theure Mutter! rief Franz Karl, indem er ihre Hand küßte und ſie umarmte.— Und wie er nun auf⸗ geſtanden, nach dem Geſchenk der Mutter— nach Fides reichte, ſagte ſie gerührt: Zieh' mich zu dir auf, Franz Karl!
Er hob ſie auf, und ſie ſank an ſeine Bruſt.
Frau Lennig, nach glücklich überſtandener Klemme um Vieles gefaßten legte Beider Hände in einander, und ſagte:
Sehen Eure Gnaden zu, was Sie an meiner Fides haben! Sie iſt nicht vornehmer Leute Kind: mein Eras⸗ mus meint aber, ſie habe doch ein gar vornehmes Weſen an ſich, und iſt jedenfalls Alles, was wir haben; wozu der liebe Gott ſeinen Segen geben mag.—— Aber,


