Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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entgegenſahen, drängten ſich hier zuſammen. Man er⸗ kannte und empfing den Reiter mit Jubelruf und grüßen⸗ den Schwenkungen der Hüte. Sein Name wurde genannt, und das Wort„gnädiger Herr Baron“ wirkte auf die Gemüther wie ein glücklich wiedergefundener Zauberſpruch. Franz Karl dankte mit freundlicher Handbewegung, und fragte den franzöſiſchen Poſten, ob er bald abgelöſt werde.

Wir ziehen mit dem letzten Bataillon ab, war die Antwort, und dann ziehen die Preußen auf.

Franz Karl, der in Unterhaltung mit dem Franzoſen die ab⸗ und zuſtrömende Menge durchmuſterte, erblickte in einiger Entfernung, was er geſucht zu haben ſchien, — Fides, indem ſie ſich eben von der Seite eines langen, hagern Bürgers, ihres Begleiters, losmachte, und durch das dunkle Feſtungsthor in die Stadt zurückeilte. Raſch gegen den Poſten gewendet, ſagte er:

Freund, habt Ihr keine Geliebte, keine Braut zu Hauſe?

Nein, Bürger!

Aber doch eine Schweſter?

Ja, Bürger!

Ich ſehe dort die meinige nach langer Entfernung: ſeid ſo gut, ich bitte, und öffnet mir den Schlagbaum!

Mit gutmüthiger Artigkeit öffnete der Franzoſe. Nun

aber umdrängte den eilfertigen Freund die Menge mit

neuem Vivatrufe und einer Fröhlichkeit, die ihm, ſo un⸗ geduldig er war, doch einige Rückſicht auferlegte.—

Willkommen, willkommen, Eure Gnaden! hieß es. Gott

ſegne Ihre Einkehr ins alte, freie Mainz! Der Baron lächelte über das Wort„frei“, das