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und anderen Schwächen war der anrückende General Cu⸗ ſtine unterrichtet, und hierbei mag etwa Verrath im Spiele geweſen ſein, den aber, weiß der Himmel wer! zu ver⸗ antworten hat. Dennoch, hätte unſere Generalität ſo viel Vertrauen auf ihren Muth gehabt, als Cuſtine auf ihre Muthloſigkeit hegte, ſo wäre Mainz wol noch zu halten geweſen. Keiner der Generäle mochte aber zur Vertheidigung vortreten, im Gegentheil, man ließ ſich unnter nichtigen Vorwänden, z. B. wegen eines ver— ſtauchten Fußes, und ähnlicher Unglücke, von den be⸗ drohten Schanzen abloͤſen. Cuſtine drohte mit Sturm, ließ ein Wort von Plünderung fallen, und warf ein paar Bomben in die Stadt; das war genug! Der Gou⸗ verneur erklärte im Kriegsrath, der entflohene Kurfürſt habe ihm das Wohl der Stadt ohne Rückſicht auf das landesherrliche Intereſſe auf die Seele gebunden, und fragte, ob nicht das Wohl der Stadt am beſten durch eine Uebergabe zu wahren ſei. Eine hohe Erleuchtung kam über die übrigen Generäle, und ſie erkannten dies auch. Nur der Major Cickemeyer war nicht ſo einſichtsvoll, und meinte, die Vertheidigung der Reichsveſte ſei möglich und geziemend.— Sie ſehen, der gute Mann dachte zu weit: er träumte über das Wohl von Mainz hinaus vom Intereſſe des Reiches! Ungeduldig fragte ihn der Gou⸗ verneur,— ob er für die Folgen eines mißlungenen Verſuchs perſönlich verantwortlich ſein wolle. Aber— wie hätte Eickemeyer für ſich eine ſolche Verantwortlichkeit übernehmen mögen? Konnte er bei ſolchem Verſuche die Generäle entbehren, oder— auf ihren Muth rechnen? Ueberdies war ja die Majorität der Generäle gegen den Koenig, Clubiſten in Mainz. III. 20


