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Unter der Reiterei erblickte man einzelne bängliche Männer in bürgerlichen Kleidern zu Fuß, und ihr An⸗ blick erregte die Wuth des umſtehenden Volkes; denn man erkannte Clubiſten in ihnen. Die Leidenſchaftlichſten unter den Zuſchauern ſprangen zwiſchen die Glieder, um einen oder den andern dieſer Verhaßten herauszureißen; doch die Huſaren ritten ſchnell dazwiſchen und ſchützten die Flüchtlinge.
Zwiſchen den Colonnen ritt Merlin von Thionville in Huſarenkleidern, durch Bart und Blick wild ausſehend. Ihm zur Seite, in gleichem Coſtüm, zeigte ſich ein Rei⸗ ter, den die Mainzer aber gleich als verkleidet erkannten. Ein ſtarker Mann ſprang auch zu, und fiel dem Pferd in die Zügel.— Ja, er iſt es! rief er zurück. Es iſt Razen, der vermaledeite Clubiſt! Schon hob aber Mer⸗ lin drohend ſeinen krummen Säbel und rief in ziemlich gutem Deutſch:
Zurück da! Im Namen der franzöſiſchen Nation, deren Repräſentant ich bin! Keine Gewalt an einem fran⸗ zöſiſchen Bürger! Bedenkt, daß ich nicht zum letztenmal in Mainz geweſen bin! Ich rathe euch, unſere Rache nicht zu reizen!
Man kann ſich die Wuth der rachedurſtigen Menſchen denken, als ihnen abermal ſo mancher Clubiſt unter ihren Augen entzogen ward. Die Erbitterung der Gemüther, die wechſelſeitige Verhetzung wußte ſich keinen Rath. Goethe, um aus der ihm ganz widerwärtigen Region zu kommen, ſchlug einen Gang ins Lager zum Marketender vor, deſ⸗ ſen Champagner man nicht ſchelten dürfe. Des Barons Entſchuldigung, daß er noch ein Nachtquartier aufzuſuchen


