Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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Dieſe heftige Frage beantwortete der Pfarrer nur mit bedauerndem Achſelzucken, womit er ſich entfernte.— Ja, rief Franz Karl, da haben wir wieder dieſe geiſtlichen Herren! Nur im Unglücke ſind ſie Prieſter; im Glück

werden ſie Pfaffen.

Inzwiſchen vernahm der Freund von der vorderen Seite des Hauſes her kräftigen Zuſpruch an die drohen⸗ den Haufen, und die Stimme war ihm bekannt.

So ſchlimm habt ihr's vor? lautete die Rede. Nein, nein! Dafür kann euch kein wohldenkender Menſch lo⸗ ben. Alſo wollt ihr die Rückkehr in einen friedlichen häuslichen Zuſtand mit neuem Haß und Krieg verunrei⸗ nigen? Soll denn durch ſolche Rache das Unglück ſich verewigen? Und dürft ihr euch denn auch ſelber Rache nehmen? Ihr klagt die Clubiſten der Eigenmacht und Gewaltthätigkeit an: nun wollt ihr Gleiches mit Gleichem vergelten? So ſeid ihr ja ſelbſt wieder Clubiſten, und da ihr euch zu einer Geißel der Rache macht: ſo ruft ihr auch wieder eine Geißel auf euern Rücken hervor. Jene Menſchen haben allerdings entſetzlich viel verſchuldet: aber man muß ihre Beſtrafung den hohen Alliirten und dem wahren Landesherrn nach deſſen Rückkehr überlaſſen!

Franz Karl, während dieſer Rede mit ſeinem Pferde hinterm Haus hervorgekommen, erblickte hier in dem Red⸗ ner den Geheimerath Goethe, der auch ihn gleich er⸗

kannte und aufs freundlichſte willkommen hieß. Während

ſie die erſten Begrüßungen wechſelten, zogen ſich die hef— tigen Männer, reſpektvoll vor dem ſtattlichen Herrn, der mit rückwärts überkreuzten Armen und den feurigen ſchwarzen Augen von dem Plätzchen am Hauſe zu ihnen

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