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Koch oder Kellner iſt, wer zu befehlen und wer zu ge⸗ horchen hat.
Gleich darauf hat ſich unſere rheiniſche Verſammlung in Erwartung des Beſchluſſes des pariſer National⸗Con⸗ vents über das mainzer Land vertagt. Einzelne Mitglie⸗ der hatten ſich ſchon vorher nach Hauſe geſtohlen, und auch der Adminiſtrations⸗Präſident Dorſch iſt mit Sack und Pack heimlich nach Straßburg entwichen. Er ſoll einem Freund geſagt haben,— in Straßburg ſtehe er ſich grün; die Ladſtöcke der Preußen würden aber nächſtens die mainzer Clubiſten berlinerblau färben.— Mein vä⸗ terlicher Freund, als er mir's erzählte, ſetzte mit ſeinem milden Lächeln hinzu Was werden denn die Preußen mit mir anfangen,— ich bin ja ſchon als Blau bekannt?
Sie ſind kornblumenblau, hab' ich ihm geſagt,— die freundliche Cyane in der reifenden Saat der Zukunft. Worauf er mit wehmüthigem Lächeln erwiderte:
Und falle unter der Sichel ohne Aehre, meine liebe Tochter!
Den 2. Mai.
Meine Briefe hören nun auf, geliebter Franz Karl 3 denn die Preußen, Oeſtreicher und Heſſen haben uns ein⸗ geſchloſſen, und laſſen keine Correſpondenzen mehr durch. Ach! nun ſind mit Lagern und Batterien viel dichtere und verſchloſſenere Mauern zwiſchen uns gezogen, als jene des welſchen Nonnenkloſters waren, worin ich mich zu eng


