Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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die Heerde anbellten, ſie aushöhnten, ausſchimpften, bis die Auswandernden ins Bereich der preußiſchen Vorpoſten kamen, wo man von dem zahlreichen Zuge befremdet, die Kanonen auf das anrückende Elend richtete, ehe man es erkannte, und die entſetzliche Lunte zurückzog.

Mein Herz war zermalmt, als ich nach Hauſe kam. Und dies Leid, das unſere Seele nur niederzudrücken ge⸗ macht iſt, war mir nicht einmal rein und ohne den bit⸗ terſten Nachgeſchmack gegönnt. Ich hatte nämlich unter den Auswanderern auch den Kammerkanzliſten Grimm er⸗ kannt, und hörte nachher ſeine häusliche Noth, die mir noch ſchlimmer als ſeine Auswanderung vorkömmt. Seine eigene Frau hatte ihn nämlich als einen gefährlichen Ari⸗ ſtokraten angezeigt, in der Hoffnung, nach ſeiner Auswei⸗ ſung in den Beſitz ſeines Vermögens zu kommen. Allein das Stadtgericht hatte gleich Alles unter Siegel gelegt. Da wendet ſich das ſchlechte Weib an den franzöſiſchen Commiſſar des Vollziehungsrathes, Namens Simon. Und was thut dieſer? Er hebt auf ſeine eigene Fauſt das ganze Stadtgericht auf, und läßt die Siegel abnehmen. Aber nun mußte man den Lärm und Aufruhr aller Bür⸗ ger über den Mord der Juſtiz hören! Sie hätten nicht mehr außer ſich ſein können, und wenn ihnen die Stadt überm Kopf wäre zuſammengeſchoſſen worden. Wie ſchön, daß dem deutſchen Manne doch Recht und Gerechtigkeit über Alles geht! Kurz, der rheiniſche National⸗Convent ſah ſich genöthigt, das Verfahren des Commiſſars Simon für null und nichtig zu erklären, und legte das Grimmſche Vermögen wieder unter das öffentliche Siegel.

Da weiß man aber doch wirklich nicht mehr, wer