Miniſter deutſcher Tyrannen das Protokoll geführt, und nach der allgemeinen Flucht zurückbleibt— was darf man von dem glauben?
Daß er ein Ehrenmann iſt, der ſeine Vaterſtadt nicht im Stich läßt, ſondern ihr Schickſal theilen will! ſprach Forſter. 1
Aber ſich beharrlich vom Club, von den Freunden des Volkes entfernt hält? warf Böhmer ein. Der Club iſt das Schickſal von Mainz!— Karoline, was ſagſt du zu dieſem Gedanken?
Was? eiferte Forſter. Habt ihr nicht volle Freiheit verkündigt? Klebt nicht an allen Straßenecken Cuſtine's Proclamation, worin jedem Bürger Freiheit der Ueber⸗ zeugung gelaſſen wird? Selbſt dann, heißt es in jener Verkündigung, wenn ihr die Sklaverei den Wohlthaten vorziehen werdet, mit welchen die Freiheit euch winkt, bleibt es euch überlaſſen, zu wählen, welcher Deſpot euch⸗ eure Feſſeln zurückgeben ſoll. Bleibt es alſo nicht der ganzen Stadt überlaſſen, dem Kurfürſten anzuhangen, wenn ſie will? Aber mein Freund könnte ſich mit einem höchſt ungnädigen Dienſtentlaſſungs⸗Reſcript des Kurfür⸗ ſten gegen jede Pfaffen⸗Denunciation vertheidigen, wenn es deſſen bedürfte. Ich frage Sie nur: Wer gilt Ihnen mehr, Böhmer,— Forſter oder ein Pfaff?
Forſter! Gewiß! Forſter über Alles! rief Böhmer und wollte den Freund umarmen. Doch dieſer hielt ihn von ſich ab, und wies ihn mit dem wiederholten Wort „Abbitte“! an Franz Karl.
Im Augenblick, als Böhmer ſich mit träger Miene dem Baron zuwendete, trat ſeine Frau dazwiſchen und ſagte:


