Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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inniger verbunden hatte, war bei der Profeſſorin Böhmer,

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durch ihre Ehe mit einem phantaſtiſchen Manne und durch die politiſche Aufregung, in die ſte mit ihm gerieth, faſt zur Carikatur ausgeartet, worin Thereſe einzelne Züge ihrer eigenen Denkart, wenn auch übertrieben und entſtellt, nicht ohne Widerwillen erblicken mußte.

Beim Eintritt ins Zimmer ſtürzte das Paar gleich auf Forſtern los,— die Frau, ihn zum Abendgruße zu umarmen und Böhmer mit Vorwürfen, daß er den Frei⸗ heitsbaum nicht mitbegleitet und gepflanzt habe.— Sie ſchließen ſich vom Club aus, rief er pathetiſch,— weh' Ihnen! Wiſſen Sie, daß beim General Cuſtine ſchlimm von Ihnen geſprochen wird? Sie haben vor wenig Ta⸗ gen als Abgeordneter der Univerſität die freundlichſte Auf⸗ nahme von dieſem großen Mann erfahren; er hat von Ihrer Perſon die beſte Meinung gefaßt, ſich über Ihr echtes Franzöſiſch gefreut, das hier Niemand ſo gut ſpricht, und muß Sie nun für einen verkappten Ariſtokraten erkennen.

Oho! rief Forſter lachend. Wie kömmt der kluge Mann dazu?

Wie er dazu kömmt? verſetzte Böhmer. Glauben Sie, wir wüßten nicht, daß Sie auf dem vertrauteſten Fuße mit einem Spion des Kurfürſten ſtehen,— mit einem gewiſſen Baron Wallbrun?

Nur einen Augenblick dauerte die erſchrockene Pauſe der Verlegenheit, und als Forſter mit edler Aufwallung ſagte: Hier ſitzt der Baron—, ſaß Franz Karl wirklich ſchon nicht mehr, ſondern war aufgeſprungen, und wie Einer, der eben Genugthuung fodern oder nehmen will,