——
ſamen Gährung. Aber, wie kömmt denn dieſer Dorſch ſo unerwartet hierher?
Er ſagte mir, antwortete Forſter, der General Cuſtine habe ihn von Straßburg berufen, um dem hieſigen Club einen andern Geiſt einzuhauchen, ihm eine beſſere Richtung zu geben.
Mit dieſem Zwecke der Berufung ſchien Forſter ſehr einverſtanden. Wie er bemerkte, hatte ſich Dorſch ver⸗ wundert, ihn noch ohne Theilnahme am Club zu finden, und hatte ihn aufgefodert, zur Umgeſtaltung deſſelben mitzuwirken. Der Freund hatte nicht zugeſagt, aber er gab zu verſtehen, daß eine Stellung außerhalb des Club mit jedem Tag in Mainz ſchwieriger werde.
Sie ſprachen noch darüber, als ein ſpäter Beſuch ſich durch heftiges Klopfen an die Hausthüre und durch Lärm und Gelächter auf der Stiege ankündigte. Thereſe er⸗ kannte die weibliche Stimme, und ſchien über dieſe Heim⸗ ſuchung nicht ſehr erfreut. Wirklich war es, wie vermu⸗ thet, Frau Karoline Böhmer, die mit ihrem Manne kam. Dieſer, Gymnaſial⸗Profeſſor in Worms, hatte ſich durch ſeine Schwärmerei für die Revolution und durch ſeine
—
genaue Bekanntſchaft mit den mainzer Verhältniſſen dem General Cuſtine auf deſſen Zuge nach Mainz ſehr em— pfohlen, und war nach der Kapitulation als Sekretair deſſelben mit eingerückt. Seine Frau, eine Tochter des
berühmten Orientaliſten Michaelis in Göttingen, war von
daher eine etwas jüngere Jugendbekannte Thereſens, eine
geiſtreiche feurige Frau von üppigen Formen, die durch vorgerückte Mutterhoffnung noch verſtärkt waren. Ein unabhängiger Sinn, der einſt beide Jugendfreundinnen
—,—


