Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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bei der ewigen Verdammniß ſeiner Freiheit, dem biederen mainzer Volk übrig? Und ſeht! heut' iſt dieſe Sonne doch wirklich aufgegangen, die den Butterweck der Ty⸗ rannei hinwegſchmelzen ſoll. Fort mit dieſem Denkmal argliſtiger Fürſtenherrſchaft, das ein Bild eurer ewigen Dienſtbarkeit unter meinen Füßen liegt! Und das ſeit Jahrhunderten von keiner Sonne beſchienene Fleckchen Erde trage fortan den Baum der Freiheit! Kein Kurfürſt kehre mehr zurück, euch die Früchte der Freiheit zu rauben! Und nun fort mit dieſer trotzigen Eiſenmaſſe, die aus ihrer langen Ruhe geweckt, als Siegesbotin der Freiheit umlaufen ſoll, indem ſie zu Denkmünzen beſtimmt iſt, mit der Aufſchrift: Von der Sonne der Freiheit ge⸗ ſchmolzen!

Herabgeſprungen traf Wedekind das Monument mit drei feierlichen Hammerſchlägen; worauf unter dem luſtigen Spiele des Ga ira einige beſtellte Schmiede mit ihren Poſſekeln und Brecheiſen die Maſſe löſten und hinweg⸗ räumten. Der geſchmückte Baum wurde auf der Stelle eingeſetzt und befeſtigt, worauf Wedekind rief: Es lebe die Freiheit!

Nur ein getheilter Wiederhall erfolgte unter der Menge. Als aber der Vicedom von Bibra rief: Es lebe das Volk! brach ein unbeſchreiblicher Jubel aus. Theils war man nämlich der Anweſenheit dieſes adeligen Beam⸗ ten froh, theils fand man in ſeinem Zuruf einen Wink und eine Ermunterung, daß doch jetzt Alles auf das Volk ankomme.— Sobald es nach und nach ſtill wurde, brachte der„verſchlagene Stadt⸗Cupido“ ein drittes Hoch der Republik aus, das jedoch mit verzetteltem Geläch⸗