Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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von anſehnlicher Geſtalt, aber gebückter Haltung zu Pferde, das Geſicht durch Säbelhiebe gräulich entſtellt, ſo daß der halbe Mund aufwärts ſtand und ein Auge ſich auf die Wange herabzog. Angenehmer erſchien Cuſtine, ein Fünfziger von mittler Statur, ernſter und würdevoller Haltung, durch einen wilden, tief herabhängenden Schnurr⸗ bart und kluge Augen ausgezeichnet, die unter dem tief⸗ ſitzenden Hute unaufhörlich nach allen Seiten umher⸗ ſpielten.

Die Feierlichkeit begann mit der marſeiller Hymne, in deren kühne Melodie die Clubiſten mit wildem Geſang einſtimmten. Darauf ſchwang ſich der Clubpräſident auf das Denkmal, und hielt eine kurze Rede, worin er, die gänge Volksſage benutzend, an jene früheren Tage erinnerte, als der Kurfürſt Diether von Iſenburg, mit Adolph von Naſſau um den Kurhut ſtreitend, Mainz mit nächtlichen Liſten und tagelangen Kämpfen beunruhigt hatte.

Und nun hört! ihr brüderlichen Mainzer, rief er mit Nachdruck, hört! was nach ſolchen Erinnerungen an ſchwere Verhängniſſe, die eure Vorfahren betroffen haben, für euch und eure Nachkommen dieſe glückliche Stunde bedeutet! Jener von den Bürgern vertriebene Kurfürſt, als ihn ſein gutes Geſchick wieder obſiegend zurückführte, beraubte die Stadt ihrer ſchönen Privilegien und Freihei⸗ ten, und indem er dieſe Eiſenmaſſe, auf der ich ſtehe, hier auf euerem Markte feſtſchmiedete, rief er mit dem Hohne, der Fürſten eigen iſt, eueren Vätern zu: Hier, mein Volk, lege ich dir einen Butterweck hin, und ſobald ihn die Sonne weggeſchmolzen, ſollſt du deine Rechte und Freiheiten wiederhaben!— Welche Hoffnung blieb da,