Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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präſident Doctor Wedekind, einen Jakobinerſäbel in der Hand, in Mienen und Geberden ſehr exaltirt. Paarweiſe ſchloſſen ſich die Clubiſten an, jeder mit der Auszeichnung eines runden, mit den eingeprägten Buchſtaben F. G. bezeichneten Meſſingblechs, das an einem dreifarbigen Band auf der Bruſt hing. Der Zug ging über die große Bleich, den Thiermarkt, den Ballplatz und Leichhof nach dem Marktplatze.

Hier am Stadtgerichtshauſe gegen die Sanct⸗Albans⸗ Kapelle lag auf drei ſteinernen Poſtamenten, ſelbſt in Form eines Steins, ein altes eiſernes Denkmal, über deſſen Ur⸗ ſprung und Bedeutung verſchiedene Sagen gingen. Von dieſen Ueberlieferungen griffen die Clubiſten die bekannteſte heraus, die ihnen zugleich zu einer ſymboliſchen Handlung entgegenkam, womit ſie die theils ſchwankende, theils abgeneigte Bürgerſchaft durch die Macht ſinnlicher Vor⸗ ſtellungen gegen alte Tyrannei und für die neue Freiheit einzunehmen dachten. Ein unzähliges Volk war zuſam⸗ mengelaufen, und umdrängte den Kreis, den franzöſiſche Nationalgardiſten um das Denkmal gezogen hatten. Die blätterloſen Linden der nahen Promenade und die eiſer⸗ nen Fenſtergitter des Biſchofhofes waren erklettert, die Fenſter der umherliegenden Häuſer Kopf an Kopf beſetzt, ja bis zu den oberſten Luken der Dächer und der Thürme des nahen Doms hatte die Neubegierde ſich verſtiegen. Innerhalb des Kreiſes hielt zu Pferde der Obergeneral Cuſtine mit einem kleinen Reitergeſolge. Unter dieſem zog beſonders Houchard, Oberſt der reitenden Jäger, von Frankfurt, wo er commandirte, zu dieſer Feierlichkeit ge⸗ kommen, die Blicke der Landleute auf ſich,— ein Mann

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