Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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euer Orakel nicht zweideutiger, als es iſt. Wir wollen nicht über tout ou rien ſtreiten: ich glaube eher, daß rien auf das Franzöſiſche zielt; nicht blos weil ich von dieſer franzöſiſchen Freiheit und Gleichheit nichts erwarte, nichts Heilſames,— ſondern weil, wenn ihr eben nichts wagt, franzöſiſch bleibt. Viele unſerer Mitbürger waren ſehr niedergeſchlagen, daß unſer Adel entfloh, und nichts wagte: wir ſind geblieben und wollen nun auch nichts wagen? Wohl! Nichts, gar nichts für eine Republik: aber Alles für einen richtigen Fürſten! Was ſagt ihr zu Dalberg, unſerem Coadjutor? Ein vortrefflicher Mann! Und hat Anrechte auf Mainz. Die deutſchen Mächte kön⸗ nen nichts gegen ihn haben, und unſer alte Erthal wird ihm gern den Kurhut und die Schamröthe abtreten, ohne die er nicht wieder in Mainz einziehen könnte.——— Doch, hier iſt der Ort nicht, um mehr zu ſagen. Nur Eins: übereilt euch nicht! Ihr habt Zeit. Zögern iſt die erſte Bürgerpflicht in eurer Lage,— Abwarten! Es werden ſich Leute finden, die euch rathen und beiſtehen.

Ja, wenn Sie, Herr Baron—! rief Weidenheimer. Sie ſind bei uns geblieben,— auf Sie wollen wir hören.

Franz Karl winkte ihm, zu ſchweigen, und eben fiel auch die türkiſche Muſik mit dem täglichen Ca ira ein. Der Zug entfaltete ſich aus dem Portal des Schloßflü⸗ gels. Jener„verſchlagene Stadt⸗Cupido“ ſchritt vor⸗ aus, eine junge Fichte vor ſich hertragend, die mit drei⸗ farbigen Bändern und einer rothen auf die Krone des Baums geſtülpten Mütze aufgeputzt war. Ihm folgte als Anführer des Zuges der für die Woche gewählte Club⸗