Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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berg's als Antwort auf die an ihn geſtellte Frage. Statt deſſen kam Hofmann mit einem Sprung auf den Kur⸗ fürſten, deſſen Regierungshandlungen er als Zeugniſſe für ſeine weitere Behauptung herbeizog. Dieſe ging dahin, daß ein Volk, ſo lange es auch nur dem Namen nach einen Fürſten im Land habe, niemals ſo ſicher, wohlha⸗ bend und glücklich leben könne, als ohne Fürſten; indem auch die landſtändiſche Beſchränkung der Fürſtengewalt un⸗ zureichend für das öffentliche Wohl und, genauer beſehen, nur eine Täuſchung des Volkes ſei.

Franz Karl, als der Name ſeines Fürſten genannt wurde, ängſtigte ſich, was nun geſagt werden möͤchte. Auch fiel der Redner gleich ſehr heftig mit der Behaup⸗ tung herein, daß weder die Reichsgeſetze noch das Dom⸗ kapitel als Landſtände den alten Herrn gehindert hätten, alles für Land und Leute Verderbliche ungeſtraft zu treiben.

Hier ſaß nun Hofmann auf ſeinem Lieblingsgaul, den er oft genug in der Leſegeſellſchaft und in Weinhäuſern getummelt hatte. Auch war er in der mainzer Hof⸗ und Staatswirthſchaft bewandert genug. Mit Ziffern und Zahlen wies er Einnahme und Ausgabe, Schulden und Anleihen, Verkümmerungen an dem nothwendigen Staats⸗ bedarf und Verſchwendungen im unnützen Hofaufwande nach, berechnete die Koſten fürſtlicher Günſtlinge und Maitreſſen und zählte die Privat⸗ und Regierungsſünden des alten Herrn mehr als ſchonungslos auf. Zum Be⸗ weis, wie dienſtwillig der Adel gegen den Fürſten, wie nachſichtig der Fürſt gegen den Adel geweſen, ließ der Redner es nicht an Anekdoten, halb bekannten Vorfällen