Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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Sobald auf die Schelle des Präſidenten einige Ruhe eingetreten und die Sitzung mit einer kurzen Anrede er⸗ öffnet war, betrat Profeſſor Hofmann die Rednerbühne zu einem umfaſſenden Vortrag über Fürſtenregiment und Landſtände. Er ging von der Behauptung aus, daß es nach reinen Grundſätzen des Naturrechts wie der Ver⸗ nunft keinen erweisbaren Grund gebe, welcher einen Men⸗ ſchen zur Beherrſchung anderer vernünftigen Menſchen ohne deren Einwilligung berechtigen, oder die einzelnen Glie⸗ der des Staates verpflichten könne, ſich ihres Rechtes der Mitregierung zum Vortheil eines Einzelnen zu begeben. Mit einer ſeiner lebhaften Redewendungen foderte er den Coadjutor Dalberg ſelbſt, den vorauserwählten Nach⸗ folger des entflohenen Kurfürſten, zur Entſcheidung dieſer Frage auf.Sei du Richter zwiſchen dir und uns! rief er aus,du, deſſen ſeltene Kenntniſſe in deinem Stand und noch ſeltenere Herzensgüte ich mit Bewunde⸗ rung verehre. Denn, wer von deinem Stande zog, wie du, dem Schwunge der Wiſſenſchaften nach, und getraute ſich mit dir in die unbekannten Regionen der Menſchen⸗ rechte einzudringen, ſo ſehr ſie dir auch mit jedem Schritte deinen politiſchen Tod ahnen ließen?

Dieſe und andere Worte der Anerkennung und Be⸗ wunderung aus dem Munde eines der heftigſten Clubiſten machten einen günſtigen Eindruck auf den Baron Franz Karl. Zum erſtenmal empfand er gerade hier mit einem gewiſſen Bedauern, daß er nicht dazu gekommen war, unter dieſem geiſtvoll⸗gütigen Fürſten in Erfurt zu dienen. Der Freund erwartete nun aus dem Munde des Redners

einige Ausſprüche oder Stellen aus den Schriften Dal⸗