Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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16 daß dies die Mainzer auch ein wenig toll gemacht hat.

Und als Hilarion ſchweigend ſeinen langen Bart ſtrich, fuhr Garzweiler fort:

Vielleicht kannſt du dem Kurfürſten auch erzählen, was mit ſeinen ſchönen Sachen geworden iſt. Die hohen Offiziere, die ſo artig waren, dem General Cuſtine die Feſtung zu übergeben, ſind aus dem kurfürſtlichen Mar⸗ ſtalle beſchenkt worden. Der Commandant von Gymnich hat die ſechs Iſabellen bekommen. Die koſtbaren Mobi⸗ lien, Bilder und Bücher, die der Herr Miniſter fortzu⸗ ſchaffen vergeſſen, werden verkauft, verſchenkt, verſchleppt. Wer ſollte denn auch das Fürſtengut retten? Der getreue Adel war wie der wirbelnde Staub hinter der Windsbraut des Hofes her; man ſuchte nur die Stammbäume zu ret⸗ ten, die der neue Freiheitsbaum zu überwachſen drohte. Nun tanzt der Pöbel hinter den großen Hoffeſten her den Kehr⸗ aus: iſt es zu verwundern, wenn's ein wenig wüſt her⸗ geht? Wer iſt ſchuld, Hilarion? Findeſt du es nicht in der natürlichen Ordnung, wenn alle Macht und Herrſchaft weicht und Raum gibt, daß die Unterthänigkeit aufhört und die Dienſtbarkeit in die Backen bläſt?

Hilarion, verdutzt, wie es gemeint ſei, oder wie er es nehmen dürfe, ſchwieg und fragte, aus was für Leu⸗ ten der Club eigentlich beſtehe.

In ſeinem Kern aus undankbaren Fremdlingen, die der Kurfürſt in ſeine katholiſche Reſidenz berufen hat, antwortete Garzweiler; aus Studenten, von ihren fanati⸗ ſchen Profeſſoren verführt, aus Bankrottirern, aus auf⸗ geblaſenen Köpfen, die ſich vom Hofe vernachläſſigt fühl⸗