Teil eines Werkes 
Bd. 9Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 3 (1857)
Entstehung
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ten, aus luſtigen Pfaffen, Müßiggängern und Habſücht⸗ lingen, die durch die Franzoſen ihr Glück machen wollen. Aber ſieh! gerade an dieſer Miſchung wird der Club ſelbſt zu Grunde gehen. Hochmuth und Eigennutz ſind die Prie⸗ ſter der Göttin Freiheit und werden die Gläubigen und Schwärmer bald genug ſtutzig und nüchtern machen. Jene ſchlichten, braven Bürger, die in den erſten Tagen aus Neugier, aus Entrüſtung über die allgemeine Flucht der Vornehmen, aus getäuſchter Erwartung hundertweiſe in den Club eilten und ſich zur neuen Freiheit bekannten, bleiben ſchon nach und nach zurück. Das erſte ſtürmiſche Wohlgefallen hat ſich nicht in Hochſchätzung und Vertrauen, ſondern in Mißachtung und Spott verwandelt. Lachen und Hohn wird ſchon unter den Zuhörern laut, und der Spitzname Lumpenclub hier und da vernommen. Nun wollen die Eiferer morgen einen Freiheitsbaum errichten und dann Miſſionaire der Freiheit ausſenden, um das Landvolk zu gewinnen. Dem aber müſſen wir entgegen⸗ arbeiten, und dazu hat mich dein Querſack auf die rech⸗ ten Wege geführt. Du gehſt gegen Abend ins Kloſter, ſondirſt mir mit deinem guten Blick die Patres Kapuzi⸗ ner, ſprichſt mit dem Quardian, und bringſt mir die rechten Leute morgen mit zu Tiſche. Mein Adjutant hat morgen Dienſt, und wir ſind allein. Die Mönche müſſen hinaus, Pfarrer und Bauern zum Widerſtand ermuthigen. Ich werde ſie zurechtweiſen und ihnen zum Nutzen des Kloſters eine Anzahl Seelenmeſſen zuwenden.

Wie hoch, Ignaz, wie hoch das Dutzend? fragte be⸗ gierig Hilarion.

Bisher ſtand das Hundert guter Seelenmeſſen auf Koenig, Clubiſten in Mainz. III. 2