Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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verhungert! Der Appetit verläßt euch nicht! Die Lan⸗ deskaſſen nachgeſchleppt! Herrliche Muſik zur Flucht eines Landesherrn! Die Steuern der Unterthanen raſſeln hinter ihm her! Aber auch die Flüche des Landes dröhnen ihm nach, des Landes, das fein Ehrgeiz, ſeine Vorliebe für die Flüchtlinge aus Frankreich, ſeine tolle Politik in Jam⸗ mer und Elend ſtürzen.

Forſter ſchwieg mit heftig ſchlagendem Herzen, und eine Stille entſtand. Und er kratt ſein fürſtlich Wap⸗ pen aus! ſeufzete Franz Karl, worauf es wieder ſtille war.

Einige Wagen fuhren aus dem Schloßhofe nach der Brücke. Beide Freunde eilten fort durch die engſten Gaſſen, durch die ſtillſten, in denen, wie es ſchien, die Angſt der Menſchen am Qualm der verlöſchenden Pech⸗ pfannen erſtickt war. Erſt am Thiermarkte blieben ſie im Umkreis der Linden ſtehen. Hier find unſere Schei⸗ dewege, Freund! ſagte Forſter feierlich, aber gefaßt. Ver⸗ zeihen Sie mir die harten Worte, die ich geſprochen! Es war eine Aufwallung! Und ſtören Sie ſich nicht daran, in dem was Sie thun zu müſſen glauben. Ich kann mich irren. O ſagen Sie, Freund, was denken Sie, daß in ſolcher Lage zu thun ſei? Soll ich auch mein Haus, meine Bücher, meine Naturalien, das heißt was ich in der Welt beſitze, verlaſſen und mit Frau und meiner kleinen Roſa bettelnd umherirren, oder dem Fürſten fol⸗ gen, und mir eine Penſion aus den geflüchteten Landes⸗ kaſſen erhuldigen?

Dem Fürſten? Wo wollen Sie ihn denn finden, Forſter? Er hat kein Wappen mehr! rief Franz Karl bitter, und Forſter ſprach weiter: