Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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Joſephinens mit der Gräfin auf das Maß des Einfachen und Anſtändigen verabredet war: ſo blieben ihm mancherlei Vorkehrungen zu ſeiner nahen Vermählung und halfen ihn zerſtreuen. Eine Reihe von Zimmern war im oberen Stock des Hauſes zur vorläufigen Aufnahme des jungen Ehepaars einzurichten, bis ihr künftiger Aufenthalt be⸗ ſtimmt oder eine eigene Wohnung in Mainz gefunden ſei. So ſehr der Baron ſich erſt von da weggeſehnt hatte, ſo zufrieden war er jetzt, nach den paar Wochen ſeiner Ab⸗ weſenheit damit, daß er nach einer Aeußerung des Kur⸗ fürſten fürerſt zu bleiben und vielleicht eine neue Beſtim⸗ mung in Mainz abzuwarten hatte. Selbſt der Tumult der allgemeinen Angſt verleidete ihm die Stadt nicht. Er knüpfte nur den angenehmen Gedanken daran, daß bei ſolchem Aufruhr ſeine Vermählung unbeachteter vor ſich gehen werde. Was ihm eigentlich Mainz jetzt, da er es

verlaſſen ſollte, ſo liebwerth machte, blieb ihm vielleicht

ſelbſt ein dunkles Gefühl; aber ein nbsdachter Abendgang hätte es verrathen können.

Wenn nämlich Franz Karl ſeine häuslichen Geſchäfte beſchloſſen hatte, überkam ihn ein ſchwermüthiges Bangen. Es trieb ihn aus dem Zimmer fort, worin er ſich ſonſt ſo gemüthlich befunden und in ſeine Träumereien einge⸗ ſponnen hatte. Seine Freunde zu beſuchen, konnte er ſich nicht entſchließen, am wenigſten Diejenigen, die an ſeinem bevorſtehenden Glück einen freudigen Antheil nahmen; und ſo trieb er ſich gern eine Dämmerſtunde in der Stadt umher. Die Abende waren lang, die Luft noch gelinde der Oktoberhimmel ſchwer und die Straßenbeleuchtung vor dem 15. noch nicht angegangen. So ſtill wie ſonſt um