Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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Kurfürſten aus, daß er noch immer nicht in ſeine beküm⸗ merte Reſidenz kommen und der Bürgerſchaft mit dem Troſte ſeiner kurfürſtlichen Anweſenheit beiſtehen wolle. All' dieſe Bewegungen gingen ohne ſonderlichen Ein⸗ druck an dem jungen Baron vorüber. Der Mißmuth in ſeiner Bruſt hielt einer Welt voll Unruhe das Gleichge⸗ wicht. Die Luſtbarkeiten dieſer aſchaffenburger acht Tage hatten ihn tief verſtimmt, und mit trüben Ahnungen einer unbefriedigten Zukunft erfüllt. Dieſes Gemiſch von Kin⸗ dereien, Albernheiten und Frivolitäten im bekannten Hof⸗ geſchmacke wäre ihm wahrſcheinlich nicht ſo widerlich vor⸗ gekommen, hätte er nicht ſeine Joſephine ſo ſeelenvergnügt und ausgelaſſen dabei geſehen. Daß die Comteſſe nur durch ſeine Gegenwart und ihm zu gefallen ſo aufgeregt und fröhlich geweſen war, errieth ſein verdroſſenes Herz

nicht; ſonſt hätte er vielleicht dieſe liebenswürdige Koket⸗

terie einer Braut nicht ſo übel genommen, die unter jenen Spielen nur ihn im Auge gehabt hatte, um an dem Geliebten zu verſuchen, was ſie ſo oft aus dem Munde von Schmeichlern gehört, daß ihre lebhaften Bewe⸗ gungen ſo reizend, ihre anmuthige Fröhlichkeit ſo bezau⸗ bernd, ihr kindliches Lachen ſo unwiderſtehlich ſei. Hätte er ahnen können, mit welcher Betrübniß Joſephine mehr als einmal jene Spiele verlaſſen hatte, wenn ſie ihren Franz Karl ſtatt entzückt, nur finſter oder zerſtreut ſah, unempfänglich für ſo holde Anerbietungen!

Doch der Baron gab ſeiner Verſtimmung nicht nach: er rief ſich lebhaft in die Seele zurück, was er ein für allemal wolle, und was von ihm als Mann von Ehre erwartet werde. Und da die Ausſteuer und Ausſtattung