Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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Siebenundzwanzigſtes Kapitel.

Als Franz Karl von Aſchaffenburg herunterkam, fand er Mainz in der angſtvollſten Bewegung. Die bürgerlichen Geſchäfte waren großentheils von Meiſtern und Geſellen verlaſſen; nie hatte man ſo viel Adelige zu Fuß und Geiſtliche in allen Gaſſen geſehen. Die jungen Cavaliere ſtießen den ſchlichten Bürger nicht mehr von der Mitte der Straße weg, und der Uebermuth der Dienerſchaft vor den Paläſten des Adels war ſehr blöde gegen die Vor⸗ übergehenden geworden. Mit den ſcheuen Menſchen liefen widerſprechende Neuigkeiten umher. Bald ſollte General Cuſtine ſchon bis Oppenheim vorgedrungen ſein, bald Fürſt Eſterhazy, in ſtarken Märſchen von Raſtadt herbei⸗ geeilt, die Franzoſen bei Speier zum Teufel gejagt haben. Man ſchickte einzelne Reiter auf Recognosciren aus. Der Kanzler Albini und der Gouverneur von Gymnich zeigten ſich überall Arm in Arm als Sinnbild der innigſt ver⸗ bundenen Civil⸗ und Militairmacht. Sie ſuchten durch aufgeräumtes Weſen und freundlichen Zuſpruch die öffent⸗ liche Angſt zu beruhigen; erſchraken aber ſelbſt nicht we⸗ nig, als ein Huſar mit der Meldung zur Stadt geſprengt kam, er habe den Vortrab der Franzoſen geſehen. Zum Glück zeigte ſich's bald, daß der Burſche mit betrunkenen Augen nur ſeine eigene Furcht erblickt hatte. Man beru⸗ higte ſich wieder, und ließ ſich deſto lauter gegen den