Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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einen ſtillen Haß gegen Alles ein, was eben beſteht, und allein der Revolution noch widerſtehen könnte. Er ſpricht vom Kurfürſten und deſſen Politik und dabei vom Fall der Feſtung Mainz. Dieſen Fall behandelt er wie ein unbeſtreitbares Dogma und des Fürſten Politik doch zu⸗ gleich wie päpſtliche Unfehlbarkeit. Iſt das nicht der größte Widerſpruch? Denn des Fürſten Politik ſoll ja gerade den Fall von Mainz verhüten. Achten Sie aber darauf, wie er dieſe Karten miſcht und ausſpielt: ſo bleibt Ihnen kein Zweifel darüber, wie er es meint, und wie er beide als Schuld und Verdammniß aneinanderreiht. Das ge⸗ meine Volk ſtrömt in die Kirche, als ob's gälte, darin zu erſticken. Sie werden nicht eigentlich klar über den In⸗ halt der Rede; aber man muß ſie nur aus der Kirche kommen ſehen: die Höllenangſt ſteht auf allen Geſichtern, die Muthloſigkeit und Verzweiflung ſchlottert in ihren Gliedern. Sie wiſſen ſelbſt nicht gleich, was es iſt und was in ihrer Seele vorgeht: aber nach und nach muß ihnen klar werden, was der Nachdenkende gleich begreiſft, daß nämlich der Prediger die Politik des Fürſten als eine Nothwendigkeit, als ein Verhängniß darſtellt, woran der Himmel den Fall von Mainz knüpfe. Man fuürchtet die Clubiſten, die hier und da einem Staarmatz von lieder⸗ lichem Bürger ein paar revolutionaire Stichworte in den Schnabel arbeiten: dieſer Garzweiler iſt aber für ſich allein ein Club, der ganz Mainz muthlos macht, wenn's je einmal Widerſtand gelten ſollte. Wahrlich, lieben Freunde, bindet fünf Teufel mit dieſem Mönch in ein Kluppert zuſammen und ihr habt einen einzigen Ganz⸗ vogel darunter!